Montag, 20. September 2010

Pferdepflege im Herbst – Vorbereitung auf den Winter

Der Herbst stehen vor der Tür, die Tage und Nächte werden wieder kälter. Das bedeutet, dass für viele Pferde die sommerliche Weidezeit zu Ende geht, und der Umzug in den Stall bevorsteht. Um den winterüblichen Gesundheitsproblemen unserer Vierbeiner vorzubeugen, kann man schon in der Übergangszeit unterstützend eingreifen.

  • Im Herbst treten verschiedene Veränderungen und Probleme auf, denen man Beachtung schenken muss:
  • Fellwechsel
  • Bewegungsmangel
  • erhöhter Energiebedarf
  • Unterstützung der Abwehrkräfte
  • Entwurmung
  • Atemwegsprobleme

Fellwechsel
Mit dem Aufbau des dicken Winterfells steigt der Bedarf an Spurenelementen und Vitaminen. Besonders Vitamin B und Biotin sowie Zink fördern den Haarwechsel. Gesunde und bedarfsgerecht gefütterte Pferde decken den Mehrbedarf durch die im Sommer angelegten Reserven gut ab. Älteren Pferden und Pferde, die im Sommer einem starken Turniereinsatz ausgesetzt waren, können der veränderte Stoffwechsel Probleme machen. Diese Pferde reagieren auf den Fellwechsel oft mit gesundheitlichen Problemen, wie Hufproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit.

Wenn das Fell schon dicht ist und die Temperaturen nochmals stark ansteigen, kann das den Kreislauf belasten. In diesem Fall empfiehlt sich Mistel und Weißdorn.

Bewegungsmangel
Durch den Wegfall des Koppelgangs leiden besonders ältere Pferde am Bewegungsmangel. Wird nicht konsequent mit ihnen gearbeitet, müssen sie ausreichend geführt werden, damit sie nicht einrosten. Die Folgen von Bewegungslosigkeit sind arthrotische Veränderungen. Um den Sehnen- und Knorpelapparat elastisch zu halten, empfiehlt sich bei der Fütterung muschelextrakthaltige Präparate, Vitamin E und Spurenelemente beizugeben.

Erhöhter Energiebedarf
Pferde sind Warmblütler, die einen Teil der zugeführten Energie in Körperwärme umwandeln. Der Anteil ist aufgrund der Außentemperatur im Herbst und Winter erhöht. Gleichzeitig sinkt die Energiezufuhr am Ende der Vegetationsperiode durch den Weidegang.

Man muss sich also Gedanken um die Zufütterung machen. An erster Stelle soll vermehrt Heu gefüttert werden, da es Energie liefert und genug Struktur für eine gesunde Verdauung bietet. Wenn die kalten Tage an den Energiereserven zehren, kann auch die Getreidezufuhr erhöht werden. In der Übergangszeit empfiehlt sich als Energielieferant auch ein Schuss Leinsamen- oder Sonnenblumenöl. Es ist für die Verdauung gut pflegt die Haut und bringt das Fell zum Glänzen.

Unterstützung der Abwehrkräfte
Der Immunabwehr-Booster ist Echinacea. Aber auch Heilkräuter wie Brennnessel, Sonnenhut, Hagebutte oder Apfelessig versorgen die Pferde mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen und steigern damit die Immunabwehr. Für Hustenpferde gibt es eigene Hustenkräuter-Mischungen mit Brennnessel, Huflattich, Fenchel, Anis, Thymian, Salbei, Fichtennadeln, Spitzwegerich u.a.

Entwurmen
Vor, während und nach der Weidesaison müssen Pferde entwurmt werden. Es ist wichtig ein Mittel zu verwenden, welches die Larven der Dasselfliege ebenfalls bedeckt, da diese im Magen des Pferdes erheblichen Schaden anrichten kann. Wurmkuren können mit wurmtreibenden Heilkräutern wie Meerrettich, Knoblauch, Beinwell und Thymian unterstützt werden.

Atemwegsprobleme
Pferde, die wieder in den Stall müssen, sind nun aufgrund der Kälte mit geschlossenen Stalltüren und –fenstern konfrontiert, was häufig zu Atemwegsproblemen führt. Die Schleimhäute werden durch Ammoniak, Staub und der hohen Luftfeuchtigkeit belastet. Sinnvoll ist in diesem Fall ein Zufüttern der Kräuter Thymian, Spitzwegerich, Fenchel und Anis. Für freie Atemwege sorgt EQUUS Kräutermix.

Bei Heuallergiker kann das Heu gewaschen werden. Man soll jedoch nicht weniger Heu zugunsten größerer Mengen Kraftfutter geben, da diese Verschiebung für das Pferd eine enorme Stoffwechselbelastung bedeutet. Eine Alternative bei der Fütterung sind Wiesencobs. Hier wird das frisch gemähte Gras im Sommer auf eine Länge von 5 – 8 cm gehäckselt, mit Warmluft getrocknet und zu Cobs gepresst. Die Heustruktur ist noch gut erkennbar. Trotzdem sind sie allergenarm und haben einen hohen Vitamin E und ß-Carotingehalt. Wenn der Eiweißgehalt dann noch unter 12 % liegt, können die Wiesencobs gut als Grundfutter eingesetzt werden.

Auch Gladiator Plus Pferd hilft gezielt gegen Infektionen, Viren, Bakterien, Pilze und Würmer. Es wird - regelmäßig eingenommen - zu einer enormen Kraftquelle und unterstützt Ihr Pferd in den Übergangsmonaten.