Mittwoch, 19. November 2014

Pferdefutter richtig lagern – damit mein Reittier gesund bleibt!

Ohne das faser- und nährstoffreiche Heu kommt kein Pferd aus – zu frisch oder schimmelig tut es ihm aber gar nicht gut. Stroh räumt den Magen auf, darf jedoch nicht verunreinigt sein. Der klassische Hafer ist gequetscht leicht für Pilzbefall anfällig und sogar das Zusatz-Pferdefutter, das im Stall aufbewahrt wird, kann bei zu viel Feuchtigkeit verderben…  

Es gibt fast kein Pferd, das nicht mit Zusatzfutter und Leckerlis verwöhnt wird: Hafer, Pellets, Müsli und andere Happen können aber schnell schlecht und ungenießbar werden – und das nicht nur, wenn sie feucht werden. Nahezu überall, wo Tierfutter gelagert wird, tummeln sich Mäuse und andere Nager, die das ungeschützte Material durch ihren Kot verunreinigen. Sind Ratten im Spiel, sollten die aus dem Verkehr gezogen werden.
Aber auch Dreck und ganz normaler Staub können ein Pferd krank machen. Außerdem leidet die Qualität des Pferdefutters aufgrund der darin enthaltenen Vitamine und Zusatzstoffe unter direkter Sonneneinstrahlung oder zu großer Hitze.

Was bei der richtigen Aufbewahrung von Zusatzfutter fürs Pferd hilft, sind Plastiktonnen und Plastikeimer, die sich gut verschließen lassen und damit auch den Zähnen der kleinen Nagetiere standhalten – man glaubt ja gar nicht, wie viel Kraft die haben! Wenn es draußen frostig ist und die Mäuse Hunger haben, sind sie auch einfallsreich und schaffen es mitunter, auch verschlossene Behälter zu öffnen oder ein Loch hinein zu beißen, um an den Inhalt zu kommen. Es macht also Sinn, das Futter (übrigens auch die Tränke!) bei jedem Boxenbesuch zu überprüfen.

Das gilt natürlich auch fürs Heu: Sind schwarze Stellen sichtbar, ist der ganze Ballen mit Schimmelpilzen befallen und muss entsorgt werden. Gut gelagertes Heu riecht würzig und frisch, enthält kaum Staubelemente und wird von unseren Reittieren geliebt.

Obwohl für uns Menschen allein schon des Geruchs wegen schwer nachvollziehbar – auch Silage wird von den meisten Pferden gerne gefressen und von vielen Pferdestallbesitzern großzügig verfüttert, weil es einfach zu lagern und relativ günstig ist. Aber Vorsicht: Ein Zuviel an Silage tut den wenigsten Pferden gut, weil es zu Übersäuerungen (Mineralstoffverlust!) und Übergewicht führen kann. Und: Der Silage-Ballen muss richtig gelagert werden – und zwar so, dass die Folie rundum keine Einrisse bekommt. Sonst ist das Pferdefutter verdorben. Außerdem sollte es immer Heu-Silage sein, da Gras-Silage einen zu hohen Feuchtigkeitsanteil hat und damit für Pferde eher ungeeignet ist.