Wie man mit dem Druck eines Wettkampfs umgeht

Freitag, 23. März 2018

Wie man mit dem Druck eines Wettkampfs umgeht

Ein Wettkampf ist eine psychische Herausforderung. Vor allem, wenn man noch nicht so viel Erfahrung darin hat. Aber keine Angst, es gibt Möglichkeiten, mit dem psychischen Druck besser umzugehen.

Wettkampftag — man trainiert darauf hin, fiebert ihm entgegen und hat vielleicht sogar ein bisschen Angst davor. Denn man muss seine beste Leistung abrufen, wenn es darauf ankommt.

Seien wir ehrlich, es ist ein zweischneidiges Schwert. Natürlich machen wir es freiwillig und es kann viel Spaß machen, man kann sich aber auch blamieren und es kann anstrengend sein.

Zumindest spuken solche Gedanken immer wieder während der Vorbereitung in unserem Kopf herum. Damit man dem eigenen Erfolg nicht selbst im Weg steht, muss man auch die Psyche trainieren. Hier sind ein paar Tipps dafür.

Lerne, es zu lieben

Ein bisschen Nervenflattern kann etwas Gutes sein. Es macht uns aufmerksamer und hilft, den Fokus zu halten, wenn es darauf ankommt. Nervenflattern sollten wir also als etwas Positives willkommen heißen. Es ist ein Zeichen, dass der Körper bereit ist, seine volle Leistungsfähigkeit zu erbringen.

Um etwaige Angst positiv zu sehen, sollten wir uns daran erinnern, dass wir es können. Wir haben es schon hinbekommen. Um das eigene Selbstvertrauen noch zusätzlich zu stärken, kann man über dem Niveau trainieren, bei dem man später antritt.

Atmen!

Während des Wettkampfs vergessen viele aufs Atmen und wenn sie dann einen dringend benötigten Atemzug nehmen, atmen sie flach in die Brust, statt in den Bauch. Das ist ein Problem, denn flache Brustatmung ist gekoppelt mit der Kampf-oder-Flucht-Reaktion des Körpers. Der Körper verspannt sich, bereit zu kämpfen oder davonzurennen. Nicht optimal für einen Sport, bei dem es auf feinmotorische Muskelkontrolle ankommt. Die Lösung ist, während des Wettkampfes bewusst lange, langsame und tiefe Atemzüge in den Bauch zu nehmen.

Ignoriere andere

Kurz vor dem Wettkampf ist es wichtig, sich zu fokussieren. Dann sollte man seine Aufmerksamkeit auf sich richten und sich sammeln. Es hat keinen Sinn, in diesem Moment andere zu beobachten. Das lenkt nur ab. Deshalb ist es auch nicht immer die beste Idee, sich andere WettkämpferInnen anzuschauen. Das Unterbewusstsein stellt immer Vergleiche an, was zu Zweifeln oder Gefühlen, man sei nicht gut genug, führen kann.

Eine fixe Routine hilft

Eine Serie von vorher festgelegten, positiven Handlungen, Gedanken oder Verhaltensweisen schenken ein Gefühl der Sicherheit. Diese Serie kann man trainieren. Der Körper lernt so, die fixe Abfolge mit einem bestimmten Gefühl zu assoziieren. Ein unglaublich wertvolles Werkzeug, um sich vor dem Wettkampf zu beruhigen.

Eine Routine kann alles sein: vom Hören einer bestimmten Playlist bis hin zur Abfolge der Aufwärmübungen. Direkt vor dem Wettkampf ist es auch eine gute Idee, ein paar Sätze zu haben, die man wiederholen kann, bevor es losgeht. So lange die Routine mit positiven Gefühlen besetzt ist, wird sie hilfreich sein.

Akzeptieren und lernen

Es wird immer Tage geben, an denen es einfach nicht läuft und man Fehler macht. Was soll‘s. Selbst den Besten unterlaufen Fehler. So ist das Leben.

Egal, wie wichtig der Wettkampf auch war, es war nur ein Wettkampf. Am besten geht man mit Fehlern um, indem man den Fehler akzeptiert, ihn analysiert. Ist der Fehler durch etwas geschehen, worüber ich keine Kontrolle habe? Dann war es Pech, aber ich brauche mich nicht aufzuregen. Schließlich hatte ich keinen Einfluss darauf. Habe ich aber selbst etwas falsch gemacht, versuche ich, die Ursache zu finden, und arbeite daran, dass es nicht noch einmal geschieht.

Es geht darum, sich weiterzuentwickeln und besser zu werden. Das funktioniert nur, wenn man an sich selbst keine unrealistischen Anforderungen stellt. Man sollte immer an das große Ganze denken. Man bestreitet Wettkämpfe, weil man es will, weil es Spaß macht.

Genießen

Das Wichtigste zum Schluss: Wenn ich dafür trainiere, mich so gut wie möglich vorbereitet und viel Zeit investiert habe, dann sollte ich es auch genießen. Im Endeffekt geht es um mein Pferd und mich und den Spaß, den wir gemeinsam haben.

Natürlich gibt es noch viele weitere Tipps und Tricks, mit dem psychischen Druck bei Wettkämpfen besser klar zu kommen. Die hier angeführten bieten aber eine hervorragende Grundlage, um seine beste Leistung abrufen zu können. In diesem Sinne: Viel Spaß und Erfolg beim nächsten Wettkampf!