Achtung Schimmel

Mittwoch, 29. August 2018

Achtung Schimmel

Herrscht feuchtes und heißes Wetter, kümmern wir uns meist darum, dass es unseren Pferden gut geht – und das ist auch gut so. Was wir aber nicht übersehen dürfen, ist die Schimmelgefahr. Warmes und feuchtes Wetter begünstigt die Pilzbildung, wodurch sowohl Sattelzeug als auch Futter befallen werden können. Es gilt also, aufmerksam zu sein, und Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit dort regelmäßig zu kontrollieren, wo Sattelzeug und Futter gelagert wird.

Sattelzeug

Auf Sattelzeug, das bei warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert wird, kann sich sehr schnell Schimmel bilden. Der Pilz führt in weiterer Folge zu irreparablen Schäden am Leder. Folgende Schritte können hilfreich sein:

Dort, wo das Sattelzeug lagert, sollte es einen ausreichenden Luftstrom geben. Das kann ein Fenster sein, dass man zum Lüften öffnet oder die Nutzung eines Ventilators, der die Luft in Bewegung bringt. Die Luft sollte dabei wirklich durch den ganzen Raum strömen, nicht nur oben an der Decke. Installiert man Abluftventilatoren, muss auch darauf geachtet werden, woher die Luft reinkommt, damit nicht zu viel Staub oder andere Verunreinigungen hereingewirbelt werden. Eine andere Möglichkeit, um Feuchtigkeit zu reduzieren, ist ein Entfeuchter.

Nasse Sattelkissen oder -decken dürfen nicht im gleichen Raum gelagert werden, wo auch das lederne Sattelzeug lagert. Durch die Verdunstung wird die Raumfeuchtigkeit stark erhöht.Es versteht sich von selbst, dass man auf Sättel und Co. keine Decken legt.

Zwischen einzelnen Sätteln sollte etwas Platz sein, damit die Luft gut durchströmen kann. Nicht zu nahe beieinander lagern.

Futter

Der zweite große Problembereich bei warmem, feuchtem Wetter ist das Futter. Es absorbiert die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft und kann sehr schnell schimmeln – selbst, wenn man es gerade frisch gekauft hat.

Futter sollte nie in direktem Sonnenlicht gelagert werden, weil es zu einer Feuchtigkeitsmigration kommen kann, die Feuchtigkeit sammelt sich also in einem Bereich des Futterbehälters. Das ist auch ein Problem, wenn Futter in sehr großen Vorratsbehältern gekauft oder gelagert wird. Diese sollten regelmäßig gelüftet werden, damit überschüssige Feuchtigkeit verdunsten kann. Natürlich sollte keine zusätzliche Feuchtigkeit hineinkommen, z. B. durch Regen oder durch unsachgemäße Lagerung. Am besten lagert man Futter immer auf Paletten oder Ähnlichem, nie auf dem Boden. So verhindert man, dass sich Nässe am Boden ansammelt. Die Lagerung direkt auf dem Boden macht Futter sehr anfällig für Schimmel.

Am besten kauft man während warmem, feuchtem Wetter keine großen Futtermengen. Ist das Futter schneller aufgebraucht, hat es weniger Zeit, schimmlig zu werden.

Schädlingsbekämpfung nicht vergessen

Ein weiteres Problem können Schädlinge sein, sowohl für Futter als auch für Sattelzeug. Nagetiere machen mit Leder kurzen Prozess und kontaminieren jegliches Futter. Am besten ist es, wenn die Lagerräume sauber gehalten werden und prophylaktisch Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwenden.