Mittwoch, 15. Januar 2014

Berühmte Pferdegeschichten – testen Sie Ihr Wissen!

Wer ritt „Iltschi“ und wer ist „Jolly Jumper“? Wer ritt bei welcher Schlacht „Marengo“ und in welchem Grimm-Märchen hat „Falada“ ihren Auftritt? Was genau ist das „Trojanische Pferd“ und welcher Gott nannte das achtbeinige Pferd Sleipnir sein eigen… Fragen über Fragen – hier finden Sie die Antworten. Testen Sie Ihr Wissen!

Iltschi („Wind“) heißt natürlich das Pferd Winnetous, seinem Blutsbruder Old Shatterhand schenkte der Häuptling der Apatschen Hatatitla („Blitz“). Wenn Karl May allerdings als Kara Ben Nemsi mit Hadschi Halef Omar im Orient unterwegs war, ritt er den legendären Rappen Rih (auch dieser Name bedeutet „Wind“). 

Hätten Sie das gewusst? Dann sind Sie sicher auch im Bereich der Comics sattelfest und kennen Lucky Luke, der am Ende jeden Abenteuers auf dem legendären Jolly Jumper dem Sonnenuntergang entgegen reitet, begleitet von seinem Hund Rantanplan und mit immer demselben Lied auf den Lippen: „I’m a poor lonesome cowboy, and a long way from home…“

Doch wer war Marengo? – Das war das Reit- und Kriegspferd von Napoleon Bonaparte. Der kleine arabische Schimmelhengst mit nur 1,45 Meter Stockmaß (der Kaiser der Franzosen selbst war ja nicht größer als ca. 158 Zentimeter!) wurde nach der Schlacht bei Marengo im Jahr 1800 benannt.
Das Skelett des 38 Jahre alt gewordenen Pferdes ist heute immer noch im Imperial War Museum in London ausgestellt. Man erzählt sich, dass der Hengst an die 130 Kilometer in nur drei Stunden zurücklegen konnte. Daher begleitete er Napoleon auch in weitere Schlachten und wurde angeblich achtmal verwundet.

Zeit für Grimms Märchen – Zeit für Falada! Das Pferd, das sprechen konnte, sollte eine schöne Königstochter zur Hochzeit mit einem unbekannten Königssohn tragen. Leider war auch eine böse Kammerjungfer mit von der Reisepartie. Und die gab sich alsbald als Königin aus, während die wahre Braut Gänse hüten musste. Damit keiner vom Betrug erfahren konnte, musste das sprechende Pferd sterben – man schlug ihm den Kopf ab. Der wiederum wurde aufgehängt und sprach munter weiter. Das Ende rund um Gänsemagd, Königssohn und Falada kann man sich vorstellen: Und wenn sie nicht gestorben sind…

Das Trojanische Pferd dagegen stammt aus der griechischen Mythologie und war auch kein echtes Pferd, sondern aus Holz. Gebaut wurde beim Kampf um Troja. Die Stadtbewohner holten das Ungetüm in ihre Stadt und glaubten, die Gegner hätten aufgegeben und die Skulptur als Geschenk da gelassen: Fehler! Die Soldaten, die sich im Bauch versteckt hatten, öffneten in der Nacht die Stadttore und Troja war erobert…
Noch heute bezeichnet man Computerprogramme, in deren Hintergrund sich etwas ganz anderes versteckt, als man vermuten würde, als Trojaner.

Bleibt Sleipnir – das achtbeinige Pferd des Gottes Odin aus der germanischen Mythologie. Es konnte am Land, in der Luft und im Wasser gelichmäßig dahingleiten und hatte den Feuergott Loki als Mutter. Sie war von dem Hengst Swadilfari schwanger geworden – das kindliche Ergebnis war Sleipnir, nachzulesen in der Edda-Sage.

Und wer war Black Beauty? – Den kennen Sie sicher: ER war der Mittelpunkt der Familie von Landarzt Dr. Gordon in der gleichnamigen Fernsehserie in den 70er-Jahren. Spätestens seit damals träumt nämlich jedes Kind von einem so treuen, wunderbaren Pferd als Haustier…!