Auf die richtige Hufpflege kommt es an

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Auf die richtige Hufpflege kommt es an

Damit Pferdehufe wirklich gesund sind, müssen sie richtig gepflegt werden. Wird die Hufpflege nämlich vernachlässigt, kann das zu Lahmheit und bleibenden Schäden führen.

Pferdehufe bestehen aus Horn, dem gleichen Material, aus dem unserer Finger- und Zehennägel sind. Sie wachsen bis zu 8 Millimeter pro Monat, wobei das Wachstum von verschiedenen Faktoren abhängt. Dazu zählen die Menge an Bewegung, die Haltung, das Futter und natürlich auch die Rasse. Sogar das Wetter spielt eine Rolle. Ist es kalt, ziehen sich die Blutgefäße zusammen und die Hufe wachsen langsamer.

Die Folgen vernachlässigter Hufpflege können gravierend sein. Falsch beschnittene oder beschlagene Hufe wirken sich negativ auf die Balance aus und führen zunächst zu Fehlstellungen und Rückenproblemen. Dann kommt es zu Lahmheit und bleibenden Schäden. In besonders schlimmen Fällen kann es mehrere Jahre dauern, bis die Hufe wieder ganz gesund sind.

Wie pflegt man die Hufe nun aber richtig?

  • Die wichtigste Voraussetzung für gesunde Hufe ist eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Hufe. Hat sich Schmutz z. B. durch einen Ausritt darin verfangen, muss dieser ausgekratzt werden. Geschieht das nicht, kann es zu Krankheiten und in weiterer Folge sogar zu einer tödlichen Sepsis kommen.

  • Es sollte auch immer überprüft werden, ob sich ein Hufeisen gelockert hat oder ob gar eines fehlt. In diesem Fall muss ein Hufschmied gerufen werden. Selbst, wenn alles in Ordnung ist mit den Hufeisen, sollte ein Schmied regelmäßig, ungefähr alle 6-8 Wochen, Kontrollen machen. Auch bei Pferden ohne Eisen. Schließlich ist er ein echter Hufexperte, weshalb er bei diesem Thema immer das letzte Wort haben sollte. Alte Eisen müssen regelmäßig getauscht werden.

  • Als temporäre Alternative für den Hufschutz können Hufschuhe verwendet werden.

  • Es kann festgehalten werden, dass bei optimaler Haltung und gesunden Hufen keine zusätzlichen Maßnahmen notwendig sind.

  • Hat sich Horn vom Hufrand gelöst, sollte die Bruchstelle vorsichtig mit einem Raspel abgefeilt werden.  Aber Vorsicht: Es darf nicht zu viel Horn abgefeilt werden, sonst kann das Pferd Probleme bekommen.

  • Auch Huffett ist nicht immer gut. Bei trockenen Hufen kann nämlich durch die Fettschicht keine Feuchtigkeit eindringen und die Hufe trocknen noch mehr aus. Deshalb sollten die Hufe immer eingefettet werden, wenn sie noch feucht sind. So bleibt die Feuchtigkeit im Huf. Huffett ist auch ein sehr guter Schutz gegen Streusalz im Winter.