Freitag, 25. September 2009

Spurenelemente durch Ergänzungsfutter

Ergänzend zum letzten Newsletter, widmen wir uns heute den Spurenelementen im Bereich des Ergänzungsfutters. Spurenelemente werden im Gegensatz zu den Mengenelementen nur in kleinen Mengen gebraucht. Trotz der geringen Mengen kann ein Mangel zu Erkrankungen der Pferde führen.

Die wichtigsten Spurenelemente in der Pferdeernährung:

Eisen: Dieses Spurenelement ist Bestandteil vieler Enzyme im Stoffwechsel. Es ist für den Sauerstofftransport im Blut und für die Blutbildung notwendig. Pferde im Training können bei Eisenmangel Sauerstoff unzureichend speichern, atmen schwer und haben eine geringere Leistungsbereitschaft. Außerdem sind sie anfälliger für Infektionen.

Kupfer: Kupfer dient der Festigkeit der Gefäßwände, Gelenke und Knorpeln sowie der Entwicklung von Nerven und der Blutbildung. Bei ausgewachsenen Pferden ist ein Mangel selten festzustellen. Saugfohlen werden jedoch über die Milch nur gering mit Kupfer versorgt. Ein Kupfermangel kann hier zu Skelettveränderungen führen.

Zink: Dieser Stoff wird für das Wachstum von Haaren und Horn, für die Funktion der Schleimhäute und die Wundheilung benötigt und ist in relativ hoher Konzentration im Pferdekörper enthalten. Mangelerscheinungen lassen sich durch Haarausfall, Hautkrankheiten und einer Veränderung am Hufhorn erkennen. Aber auch eine Überdosierung kann schädlich sein. Es können Sehnen- und Bandscheibenschäden entstehen.

Mangan: Dieses Spurenelement ist ein wichtiger Baustoff für den Fett- und Mineralstoffwechsel. Außerdem wird ein normales Wachstum und eine richtige Skelettentwicklung sowie eine gesunde Funktion der Eierstöcke durch einen ausreichenden Mangangehalt im Körper gewährleistet. Der Bedarf an Mangan wird im allgemeinen über das Grünfutter abgedeckt. Ein Mangel ist in stiller Rosse oder auch Sterilität zu erkennen. Eine Überdosierung ist ungefährlich, kann jedoch die Verwertbarkeit anderer Spuren- und Mengenelemente einschränken.

Kobalt: Nur mit Kobalt kann das Pferd Vitamin B12 entwickeln. Ein Mangel ist jedoch kaum festzustellen, da dieses Spurenelement nur in ganz geringen Mengen benötigt wird und über Gras und Heu der Bedarf normalerweise gedeckt wird.

Selen: Anzeichen für Selenmangel sind Haarbruch, Steifigkeit der Hinterhand, unkoordinierte Bewegungen, Infektionsanfälligkeit sowie Skelett- und Herzmuskelveränderungen. Die Spanne zwischen Unterversorgung und Überdosierung ist jedoch sehr klein. Bereits eine leichte Überdosierung bemerkt man durch den Verlust des Langhaares und Appetitlosigkeit, kann aber auch bis zu Blindheit, Lahmheit, dem Verlust der Hufwände und kolikartigen Beschwerden führen.

Jod: Als letztes wichtiges Spurenelement in der Pferdeernährung ist Jod zu nennen. Dieser Mineralstoff kann einfach über einen Leckstein zugeführt werden. Folgen eines Mangels können Leistungsschwäche, Haarwechselprobleme und Skelettmängel bei Fohlen sein.

Im unserem nächsten Newsletter erfahren Sie mehr über die nötigen Vitamine in der Pferdeernährung.