Tipps und Tricks für eine gelungene Turniervorbereitung

Dienstag, 16. Juni 2015

Tipps und Tricks für eine gelungene Turniervorbereitung

Mit dem eigenen Pferd an einem Turnier teilzunehmen, ist ein großer Spaß. Es bedeutet aber auch Stress. Es gibt so viele Dinge zu beachten und mitzunehmen, dass man, vor allem wenn man noch nicht viel Erfahrung hat, schon einmal etwas vergessen kann. Um dem vorzubeugen, haben wir hier einige Tipps und Tricks zusammengefasst und Listen erstellt, an denen man sich orientieren kann, damit nichts Wichtiges vergessen wird und die ersten Turniere genossen werden können.

Tipps für ein glänzendes Fell und gutes Aussehen

Für und vor Turnieren können bei der Pferdepflege ein paar Dinge beachtet werden, damit das Tier am Turniertag wirklich gut aussieht und ein glänzendes Fell präsentiert.

  • Das Pferd sollte nicht am Tag vor dem Turnier gewaschen werden, denn dadurch verliert das Fell seinen Glanz und wird stumpf. Es ist besser, das Pferd ein paar Tage vorher zu waschen. So entwickelt sich in der Zwischenzeit wieder natürlicher Glanz durch die Produktion von Talg. Hat man dazu keine Möglichkeit, kann man mit Fellglanzsprays nachhelfen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Sattellage nicht damit eingesprüht wird. Es kann sonst sein, dass sie zu Rutschen beginnt.

  • Beim Waschen sollte ein qualitativ hochwertiges Shampoo verwendet werden. So können Flecken und Verfärbungen, mit denen vor allem Schimmel ein Problem haben, entfernt werden.

  • Wird das Pferd in der Nacht vor dem Turnier eingedeckt, kann neuer Schmutz auf Fell und Mähne vermieden werden.

  • Mähne und Schweif sollten der Rasse entsprechend und an die jeweilige Disziplin und Leistungsklasse angepasst sein. Bei sehr dicker Mähne kann es helfen, diese etwas auszudünnen.

  • Hat das Pferd noch sein Winterfell, kann es mit einer guten Schermaschine geschoren werden. Mit einem Fellhandschuh kann man kurz vor dem Turnier noch für den richtigen Glanz sorgen und Staub entfernen.

  • Reagiert das Tier empfindlich auf Fliegen, sollte eventuell ein Fliegenabwehrmittel mitgenommen werden. Kommt es zu kleinen Wunden, können diese mit einem milden Desinfektionsmittel behandelt werden.

 

Checklisten

Um für ein Turnier gerüstet zu sein, muss man viele Dinge dabeihaben. Da kann es schnell einmal passieren, dass etwas zu Hause liegen gelassen wird. Damit das nicht geschieht, hier eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die man mitnehmen sollte:

 

Die wichtigsten Dinge für das Pferd:

  • Strick
  • Halfter
  • Trense/Kandarre
  • Transportgamaschen
  • Satteldecke
  • Sattel
  • Eimer für Wasser
  • Heunetz
  • Futter
  • Leckerlis
  • Putzzeug
  • Erste-Hilfe-Set
  • Longe
  • Pferdepass
  • Kopfnummern

Je nach Temperatur und Wetter:

  • Transportdecke
  • Fliegendecke
  • Abschwitzdecke
 

Die wichtigsten Dinge für den/die ReiterIn:

  • Reitstiefel
  • Stiefelauszieher und -anzieher
  • Schuhe zum Wechseln
  • Kleidung: Jacket, Reithose, Helm/Zylinder, Handschuhe
  • Gerte
  • Sporen
  • Mobiltelefon
  • Navigationsgerät/Landkarte
  • Verpflegung (Essen & Trinken)
  • Erste-Hilfe-Set
  • Papiere: Führerschein, Fahrzeugpapiere, Anhängerpapiere, Ausweis, etc.
 

Das Pferd richtig verladen

Viele Pferde steigen nicht gerne auf Anhänger, vor allem, wenn sie nicht oft oder noch nicht häufig transportiert wurden. Das Verladen kann so zu einem richtigen Geduldsspiel werden. Wenn man ein paar Dinge beachtet, kann man sich das Leben aber leichter machen.

  • Strahlen Sie Vertrauen aus: Seien Sie selbstbewusst und strahlen Überzeugung aus. Wenn Sie darauf vertrauen, dass Ihnen das Pferd problemlos folgen wird, erhöhen sich ihre Chancen.

  • Ruhe bewahren: Aufregung und Hektik übertragen sich auf das Tier. Wichtig ist es deshalb, dass man selbst Ruhe bewahrt und auch nicht zu viel Aufregung und Bewegung rund um das Pferd herrscht. Mehr als drei Personen sollten beim Einladen nicht helfen.

  • Es ist wichtig, dass das Innere des Anhängers gut ausgeleuchtet ist. Öffnen Sie die vordere Tür und schalten Sie die Innenbeleuchtung ein. Sieht das Pferd, wohin es geht, und sieht es den Boden deutlich, verliert es seine Unsicherheit und geht eher mit.

  • Bleiben Sie stur: Die meisten Pferde verlieren recht bald die Geduld und geben nach. Bleiben also Sie stur, bewahren sie Ruhe und ziehen Sie konstant am Strick.

  • Loben Sie das Pferd nach dem Verladen und belohnen sie es. Machen Sie das jedes Mal, wird sich Ihr Pferd das merken und Ihnen schneller folgen, weil es die Belohnung haben möchte. So beginnt das Pferd mit der Zeit den Anhänger zu mögen.

  • Ist das Pferd im Anhänger, fahren Sie langsam. Bei Kurven, beim Bremsen und beim Beschleunigen sollte man Vorsicht walten lassen, um Verletzungen vorzubeugen. Dazu eignen sich auch Transportgamaschen, die die Beine schützen. Diese sollten außen fest, aber innen weich sein. Alternativ dazu können die Beine auch dick einbandagiert werden. Bei kaltem Wetter ist es wichtig, dem Pferd eine Transportdecke zu geben. Durch die Aufregung kann das Pferd schwitzen und später dadurch frieren.

 

Ein Trick für sicheres Anbinden

Das Pferd den ganzen Turniertag über im Hänger stehen zu lassen, ist nicht gut. Bindet man es aber an, kann es sein, dass sich das Tier in der fremden Umgebung nicht wohl fühlt und sich losreißt. Die Wahrscheinlichkeit dafür kann man mit einem einfachen Trick verringern: Am besten verwendet man zwei Anbindestricke gleichzeitig. Das Pferd wird mit dem ersten zunächst normal festgebunden. Dann nimmt man den zweiten Strick und befestigt ihn an den gleichen Stellen, diesen lässt man aber etwas länger. Will sich das Pferd losreißen, gibt der kürzere Strick natürlich zuerst nach. Dadurch, dass der Druck kurz weg ist, hören die meisten Pferde auf, weiter zu ziehen. Wegen des längeren Stricks ist das Pferd dann aber immer noch angebunden.

 

Schauen Sie auch bei unserer neuen Kategorie “Alles für Turnierreiter” vorbei. Dort kann alles gefunden werden, was man so für ein Turnier braucht.