Montag, 07. Oktober 2013

Schöner dichter Pferdeschweif – die richtige Pflege macht’s!

Ein dichter Schweif ist für viele Besitzer nicht nur ein Schönheitsmerkmal, sondern auch Ausdruck sorgfältiger Pflege. Aber selbst ein von Natur aus schütterer Schweif kann durch hingebungsvolle Pflege ein echter Hingucker werden.

Basisausstattung dafür ist eine marktübliche Schweifbürste, die das Kämmen in alle Richtungen und ein Entwirren von Verfilzungen ermöglicht. Die Marke Oster schneidet dabei in vielen Bewertungen besonders gut ab, weil die Bürste erstens lange hält und äußerst angenehm in der Hand liegt. Und zweitens kann man mit ihr auch Haarknoten sowie die lästigen, in sich gedrehten Strähnen auflösen, ohne zu ziepen und viele Haare auszureißen. Das gefällt dem Pferd natürlich auch, denn empfindliche Tiere beginnen schon einmal zu stampfen und zu „quiecken“, wenn man am Schweif reißt. Passt die Bürste jedoch, steht der vierbeinige Freund mucksmäuschenstill wie ein Musterschüler da und genießt die Prozedur am ersten Moment an.


Damit es erst gar nicht zu Verfilzungen kommt, empfiehlt sich regelmäßiges Waschen und anschließendes Spülen mit Essigwasser. Auch ein eigenes Pferdehaar-Shampoo ist gut geeignet. Am besten funktioniert die Reinigung damit, wenn man erst den Schweif gründlich nass macht, bevor man ihn sorgfältig einschäumt. Herausgewaschen wird das Shampoo dann mit dem Schlauch – und zwar so sorgfältig, dass auch im Schwanzinneren kein Schaum zurück bleibt. Das macht man am besten, wenn es nicht zu kalt ist – oder man sorgt für die nötige Wärme im Stall.
Achtung: Normales Shampoo für Menschenhaar ist für Pferde eher ungeeignet, da es dem Haar Fett entzieht!

Zum Trocknen flechtet man den Schweif dann zu einem Zopf ein und behandelt ihn anschließend mit einem Spray. Damit verhindert man erneute Knötchenbildung für mindestens eine Woche, das Schweifhaar bleibt locker und seidig. Auch Einstreu bleibt weniger leicht darin hängen.

Hat sich das Pferd im Schlamm gewälzt und der Schweif präsentiert sich gräulich verfärbt, greifen viele ganz einfach zu Babyöl: Einige Spritzer großzügig im Haar verteilt und einmassiert, gibt ihm seine ursprüngliche Farbe zurück und schützt es vor weiteren Schlammkrusten.
Außerdem hilft Babyöl bei trockener Haut an der Schweifrübe.

Super schönes, volles, voluminöses Haar entsteht auch durch das Verlesen des Schweifes – das ist halt ziemlich viel Arbeit. Dabei nimmt man Haar für Haar einzeln in die Hand und entwirrt es, sondert abgestorbene Teile aus und sprayt den Schweif schließlich ein. Danach kann man sehen, mit welchem Elan das Pferd seine wiedergewonnene Haarpracht hin- und herwirft – und wie der Besitzer mit stolz geschwellter Brust daneben steht.
So kann auch ein eher schütterer Schweif tatsächlich zu einem echten Hingucker werden!