Der Mythos Kotwasser

Montag, 24. Februar 2020

Der Mythos Kotwasser

Take it easy – take it black!

Zugegeben, so richtig geschmackvoll ist es ja nicht: Kotwasser; diese Suppe, die manchen Pferdepopo eher aussehen lässt wie ein Rinder-Hinterteil und oft genug in unpassenden Situationen daherkommt – beim Schmied, beim Verladen oder beim Bandagieren zur Arbeit.

Um gleich den ersten Mythos zum Thema aufzuklären: Bei Kotwasser handelt es sich nicht um Durchfall, sondern vielmehr um zusätzliche Flüssigkeit im Darm des Pferdes. Durch den Absatz von Kotwasser mit Darminhalt kommt es naturgemäß oft zu Vermengungen von Beidem, doch sollte man im Verdachtsfall genauer hinschauen. Dabei sind die Gründe für Kotwasser genauso vielfältig wie dessen Behandlungsmethoden.

Einerseits kommen physiologische Ursachen in Betracht, wie bspw. ein schlechter Zahn-Zustand, mangelnde Futterqualität, unzureichendes oder falsch abgestimmtes Kraft- und Raufutter, Probleme im Magen-Darmbereich, welche sich auch am Fell- und Allgemeinzustand des Pferdes abzeichnen, Parasitenbefall oder ein abrupter Wechsel des Futterangebots wie z.B. zu Beginn und Ende der Weidezeit. Zusätzliche Faktoren wie Sand oder versehentlich mit dem Futter aufgenommene Fremdkörper, Giftpflanzen oder auch ein Zuviel an einseitigem Mineralfutter spielen ebenfalls eine Rolle. Auch eine dauerhafte Mangel- oder Fehlernährung kann Kotwasser auslösen.

Kann man beim Kotwasser-Patienten alle vorstehenden Ursachen nach Überprüfung oder durch Behebung ausschließen, empfiehlt sich ein Blick auf die psychologische Situation des Pferdes. Stress ist – nicht anders als beim Menschen auch – ein häufig unterschätzter Auslöser zahlreicher körperlicher Unpässlichkeiten. Er muss sich im Verhalten des Pferdes nicht unbedingt durch Panik oder Hektik auszeichnen; auch eine extreme Introvertiertheit bis hin zur Lethargie können Anzeichen von Stress sein. Die genaue Beobachtung des Pferdes in seiner Umgebung und mit Artgenossen geben Aufschluss darüber, wie sein Stresslevel ist – gerade auch zur Fütterungszeit! Nicht zuletzt können auch spontane oder extreme Veränderungen im Hormonhaushalt zu Kotwasser führen – etwa nach Kastrationen oder in der Rosse.

Da oftmals mehrere Faktoren zum Problem Kotwasser führen, ist die Suche nach den Auslösern langwierig – aber sie lohnt sich. Zur Unterstützung und Wiederherstellung eines gesunden Magen-Darm-Traktes hat sich die CharLine Futterkohle bestens bewährt. Zunächst sollte sie als Kur, begleitend bspw. bei einer Anpassung des Futters oder nach einer Entwurmung bei befundenem Parasitenbefall, gegeben werden. In bekannten Stress-oder Veränderungs-Situationen kann die CharLine Futterkohle ebenfalls zusätzlich gefüttert werden. Für eine dauerhafte Unterstützung und Entgiftung haben wir die besten Erfahrungen mit einer täglichen Gabe der Futterkohle gemacht.

Text von Anne Lorf (CharLine GmbH)