Freitag, 11. Februar 2011

Antioxidantien – Den Radikalen keine Chance

Antioxidantien, auch „Radikalfänger“ genannt, sind natürliche Verbindungen, die die Körperzellen von Mensch und Tier vor schädlichen Einflüssen so genannter freier Radikaler schützt. Der Bedarf an Antioxidantien steigt vor allem bei Stress, schädliche Umwelteinflüsse, jedweder Strahlung, schlechter Ernährung, bei Erkrankungen und im Alter.

Normalerweise gehört in Molekülen zu jedem Elektron ein Proton. Es gibt aber auch Moleküle, die einzelne ungepaarte Elektronen besitzen. Dies sind die freien Radikale. Nachdem sie nach einer Verbindung suchen, sind sie extrem reaktionsfreudig was nicht immer von Vorteil für den Körper ist. Sie attackieren sowohl die schützenden Zellmembranen, lebensnotwendige Lipide und Proteine und schädigen zusätzlich die DNA.

Durch schädliche äußere Einflüsse kann es zu einer Störung des Reaktionsgleichgewichts und zur überschießenden Zerstörung von Körperzellen durch freie Radikale kommen. Dieses Ungleichgewicht wird auch oxidativer Stress genannt. Oxidativer Stress ist ein Auslöser für  eine Vielzahl an Krankheiten.

Hingegen sind natürliche Antioxidantien körpereigene Enzyme und mit der Nahrung aufgenommene Schutzstoffe, welche die freien Radikale durch Anbindung an deren freie Elektronen neutralisieren. Eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen unterstützt entweder die Produktion der Enzyme oder wirken selber zellschützend beziehungsweise antioxidativ.

Klassische Antioxidantien sind die Vitamine A, C und E. Das Vitamin A fängt vor allem aggressive Sauerstoffradikale ab. Vitamin C kann die Wirkung des selteneren Vitamin E regenerieren, und Vitamin E schützt vor allem die Fettsäuren.

Auch viele Enzyme haben eine antioxidative Wirkung. Glutathionperoxidase schützt mithilfe von Selen den Zellkern vor genetischer Veränderung durch freie Radikale. Ebenso ist die positive Wirkung des Enzyms Superoxiddismutase im Körper vielfältig. Durch dessen Einsatz steigt jedoch auch der Bedarf an Zink, Kupfer und Eisen.

Die Zufuhr und die Bildung antioxidativer Schutzsysteme sind ernährungsabhängig. Eine zu geringe Versorgung mit Antioxidantien führt zu allgemeiner Schwäche, Muskelproblemen, Infektanfälligkeit und Allergieneigung. Daher ist der Verzehr von vitalstoffreichen Grundkomponenten wichtig. Das sind beim Pferd vor allem Kräuter, Ölfrüchte, Obsttrester und Rüben.

Interessant zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang der Traubenkerntrester. Die Flavonoiden aus Traubenkernen bestimmter Traubensorten verfügen über ein beträchtliches antioxidatives Potential und sind in der Lage, sehr reaktive Verbindungen abzufangen und in verträglichere Verbindungen überzuführen, bevor die Zelle Schaden nehmen kann. So wirken sie synergistisch mit den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und E. Flavonoide verstärken die Funktion von Vitamin E sogar um ein vielfaches.

Wir empfehlen für Ihr Pferd zur Bildung eines antioxidativen Schutzsystems Equus Vitamin E & Selen. Vitamin E und Selen ergänzen sich in ihren biochemischen Eigenschaften und entwickeln einen Synergismus zum Schutz des Gewebes vor oxidativen Schäden. Das Gewebe wird widerstandsfähiger gegen Entzündungen und Krankheitserscheinungen. In Equus Vitamin E & Selen sind Traubenkerntrester und Selenhefe hochdosiert enthalten.

Selenhefe ist organisch gebundenes Selen. Es dient der optimalen Selenversorgung des Pferdes. Es hat eine synergetische Wirkung zu Vitamin E, verbessert den oxidativen Status und besitzt eine hohe Bioverfügbarkeit.

*Dieser Artikel basiert auf dem Text Antioxidantien von Dr. Susanne Weyrauch.