So macht der Ausritt auch im Dunkeln Freude – mit Sicherheit!

Dienstag, 04. November 2014

So macht der Ausritt auch im Dunkeln Freude – mit Sicherheit!

Spaß am Ritt durch die Vollmondnacht? An einer romantischen Kutschfahrt durch die (bald) frisch verschneite Landschaft? Oder führt der Weg zur Reithalle am Abend durch die Finsternis und über Straßen…? – Alles kein Problem – Hauptsache, man wird gesehen!

Wenn die Tage kürzer werden, weil die Nächte schon am Nachmittag beginnen, wird das Reiten für viele zum Wochenend-Vergnügen. Es sei denn, man sorgt für die nötige Straßensicherheit. Dafür gibt es jede Menge reflektierender und leuchtender Utensilien zum Anziehen von Mensch und Tier, die im Dunkeln gute Dienste tun (und auch den jeweiligen Straßenverkehrsordnungen entsprechen!)

Ins Auge fällt natürlich die relativ große Oberfläche des Pferdes selbst – sofern sie mit reflektierendem Material eingedeckt ist – für Autoscheinwerfer sind das ein paar Quadratmeter intensive Rückstrahlung, die unmöglich übersehen werden können.
Wer aber lieber ohne Decke im Dunkeln reitet, greift auf einen Reflex-Brustgurt zurück, der die Sichtbarkeit von vorne erhöht. Dazu kombiniert man am besten Leuchtgamaschen für das Tier und reflektierende Armbinden für sich selbst – damit sind Pferd und Reiter bereits ganz gut geschützt. Kommt dann noch eine batteriebetriebene Stiefellampe dazu, die nach vorne weiß und nach hinten rot leuchtet, ist die Ausrüstung perfekt. Zumindest in dem Bereich, den Autoscheinwerfer ausleuchten – nämlich den Boden und die Bodennähe – sind Pferd und Reiter nun gut sichtbar unterwegs. Wer will, zieht noch eine Reflex-Weste oben drüber…

Bleibt die Frage: Wie geht es dem Pferd in der nächtlichen Natur? – Erstaunlich gut! Während die Vierbeiner in der Dämmerung noch aufgeregt in alle Richtungen Ausschau halten – hier knistert etwas, dort raschelt es gefährlich im Unterholz… – sind fast alle Pferde in der Dunkelheit recht ruhig und gelassen unterwegs. Da sie außerdem fast drei Mal so viele Rezeptoren auf der Netzhaut und noch eine Art Restlichtverstärker dahinter haben, sehen sie nachts sehr gut. (Das erkennt man übrigens auch, wenn man einer Herde beim nächtlichen Spielen und Galoppieren auf der Weide zuschaut.)

Damit der Reiter selbst nicht im Dunkeln tappt, braucht er allerdings eine Stirnlampe. Es empfiehlt sich aber, das Anknipsen des Lichtflecks mit dem Pferd vorher zu üben – wie auch das Reiten im Dunkeln überhaupt. Das Tier muss plötzlich auftauchende Autoscheinwerfer gewohnt sein, sonst scheut es. Und damit ist der schöne Spaß am Reiten in der Dunkelheit vorbei – mit Sicherheit!