Magazin - EquusVitalis2012-05-20T16:18:14+02:00Zend_Feed_Writerhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.deEquusVitalisoffice@equusvitalis.comhttp://www.equusvitalis.de2011-12-14T00:00:00+01:002011-12-14T00:00:00+01:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/und-wieder-brennen-still-die-kerzenUnd wieder brennen still die Kerzen.
Vielleicht fällt wieder weißer Schnee.
Der Frieden zieht in unsre Herzen
und auch ein unbestimmtes Weh. Denn wieder ist ein Jahr vergangen,
denn wieder klingt ein Weihnachtslied;
ein Jahr, das eben angefangen
und nun an uns vorüber zieht.Da gab es viele schöne Stunden.
Auch bitt're Stunden waren dabei.
Da schlug das Schicksal böse Wunden,
da machte uns ein Lächeln frei.Du blickst zurück. Du blickst nach innen.
Ein Jahr - so kurz. Ein Jahr - so lang.
Oft wenig Zeit, sich zu besinnen.
Und dennoch sagst du: Gott sei Dank....Dank dafür, was mir widerfahren,
für alles, dem ich widerstand.
Euch wünsch' ich in den nächsten Jahren
Frieden im Herzen und im Land.
(Helga
Duffek)2011-07-27T00:00:00+02:002011-07-27T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/gesunde-ponyfuetterung-weniger-ist-mehrUnter den Begriff „Pony“ werden die unterschiedlichsten
Rassen zusammengefasst. Dazu wird das Shetland-Pony genauso wie der
Haflinger, Isländer und Fjord aber auch die mit vollblütigen Linien
veredelten Ponyrassen gezählt. Sie sind zwar im Temperament oft
unterschiedlich, bei der Fütterung und Haltung haben sie jedoch
ähnliche Bedürfnisse. Sie gelten im Allgemeinen als robust und
leichtfuttrig – also futterdankbar.Robust bedeutet jedoch nicht, dass sie auf satte Wiesen ohne
Arbeit gestellt werden können. Denn ohne Bewegung kommt es zur
Verfettung und zur Entwicklung verschiedener Krankheiten wie zum
Beispiel dem Equinen Metabolischen Syndroms. Robust bedeutet, dass
sie ein dichtes Fell und eine gut isolierte Haut mit einer gewissen
Unterhautfettschicht besitzen, die das Pony vor kalten und
stürmischen Wetter schützt. Außerdem kommen sie mit mageren Weiden
aus und können große Arbeitsleistung vollbringen.Ponys kommen also, bezogen auf den Energiebedarf, mit sehr wenig
Futter aus, was jedoch nicht heißt, dass sie einen niedrigen Bedarf
an Mineralien und Spurenelementen haben. Sie müssen also nicht
energieliefernde, aber vitalstofflieferende Nährstoffe gefüttert
bekommen. Und hier liegt die Herausforderung für eine gesunde
Fütterung von Ponys.Denn bei Mängeln in der Ernährung können Probleme in folgenden
Bereichen auftreten:reduzierte LeistungsfähigkeitStörungen des BewegungsapparatsProbleme im psychischer BereichNeigung zu Allergien und EkzemenSchwächung des ImmunsystemsPonys dürfen auf keinen Fall wie kleine Großpferde gefüttert
werden. Der Energieerhaltungsbedarf muss an Gewicht und Größe
angepasst werden und dann aufgrund der besonderen Stoffwechsellage
nochmals um ungefähr 10 - 20 Prozent reduziert werden.Heu und Stroh ist der wichtigste Rohfaserlieferant. Rohfasern
fördern die Motorik des Darms, sorgen für ein ausgewogenes
Säure-Basen-Verhältnis und tragen zum Sättigungsgefühl bei.
Außerdem besitzt Heu ein optimales Calcium-Phosphor-Verhältnis von
1,5-2 : 1 – solange es sich um eine einwandfreie Qualität und
optimale Lagerung beim Heu handelt. Man muss dabei bedenken, dass
bei zunehmender Lagerung die Nährstoffe des Raufutters
abnehmen.Aus diesem Grund ist es sinnvoll natürliche Kräutermischungen
zuzufüttern. Diese enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe,
Spurenelemente und Bioflavone. Eine zusätzliche Ölfütterung dient
dem Ausgleich von einem zu hohen Eiweißgehalt in der Gesamtration.
Es genügen jedoch 50 ml Leinöl pro Tag um die
Stoffwechselaktivitäten zu unterstützen und die Bildung von
Prostaglandinen zur Bekämpfung von Entzündungen zu fördern. Mehr
Sinn als das Öl machen jedoch Leinsamen, Schwarzkümmel oder
Sonnenblumenkerne als ganze Frucht, weil so auch die
pflanzeneigenen Begleitstoffe und Mineralien aufgenommen
werden.Bei leichtfuttrigen Rassen ist häufig ein Mangel an den
wichtigen Spurenelementen Zink, Selen, Kupfer und Mangan zu
bemerken. Bei einer Mineralisierung soll jedoch eine Calciumzufuhr
vermieden werden. Das Spurenelement Bor kann über Trauben- und
Traubenkernprodukte zugefüttert werden und Chrom über Hefe.Aber auch bei der Ponyfütterung gibt es Ausnahmen. Sportponys,
die reiterlich stark beansprucht werden, Ponys im Seniorenalter
oder mit schweren chronischen Krankheiten, die mit Abmagerung
verbunden sind, können zusätzliches Kraftfutter oder andere
Futtermittel erforderlich machen.*Dieser Artikel basiert auf dem Text
Nichts einfacher als das? von Dr. Susanne Weyrauch.2011-07-05T00:00:00+02:002011-07-05T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/die-richtige-fuetterung-bei-boxenruheBei Operationen, Verletzungen, Knochenbrüchen oder
Schäden der Sehnen und Gelenke wird vom Tierarzt für das Pferd in
der Regel eine Boxenruhe verordnet. Da sich das Tier nun nicht mehr
bewegen darf, würde es bei einer gleichbleibenden Fütterung zu
einem Energieüberschuss kommen, der sich negativ auf die gute Figur
auswirken würde. Daher muss von dem Tag an, an dem das Pferd in der
Box ruhig gestellt wurde, auch die Fütterung auf die derzeitigen
Bedürfnisse umgestellt werden.Während der Stehtage gilt höchstens der Erhaltungsbedarf als
Energiebedarf. Unter dem Erhaltungsbedarf versteht man den
Minimalbedarf und den Energiebedarf für die Wärmeregulation, die
Muskelarbeit, die Futteraufnahme und die Verdauungstätigkeit.
Dieser Erhaltungsbedarf liegt bei einem 600 kg schweren Pferd bei
zirka 70 Mega-Joule – das entspricht einer Fütterung von drei Kilo
Stroh und acht Kilo Heu. Auf die Fütterung von Kraftfutter und von
Getreide soll während der Boxenruhe gänzlich verzichtet werden. Das
Tier würde nur verfette und nervös werden. Mit Kraftfutter kann der
Masseverlust bei den Muskeln nicht aufgehalten werden. Ohne
Bewegung ist der größte Teil der Muskeln nach zwei Monaten
abgebaut. Gut für das Pferd ist jedoch tägliches Frischfutter. Gras
über 30 cm Länge oder 1 – 2 kg Karotten täglich sind eine gern
gefressene Ergänzung.Man sollte bei der Fütterung nicht außer acht lassen, dass
dadurch der Heilungsprozess auch aktiv unterstützt werden kann.Omega-3-Fettsäurenbilden das
entzündungshemmende Prostaglandine. Durch die alleinige Fütterung
von Heu und Stroh kommt es hier zu einem Defizit, dass durch die
Zugabe von 100 ml Leinöl oder
Ölsaaten ausgeglichen werden kann.Auf die Gabe von Zink sollte speziell bei
Operationen und größeren Verletzungen geachtet werden. Zink dient
der Zellregeneration und damit der Wundheilung, außerdem
unterstützt es das Immunsystem.Ein Pferd mit einem Knochbruch sollte ausreichend mineralisiert
werden. Vor allem auf die Zugabe von Kupfer und
Mangan ist zu achten. Auch Zink,
Phosphor und Calcium dürfen nicht
außer acht gelassen werden. Der Magnesiumbedarf
wird über das Heu ausreichend gedeckt. Auch das im
Traubenkernextrakt oder Traubenschalen vorhandene Spurenelement
Bor ist für die Knochen wichtig.Bei Sehnenschäden ist die Zufütterung von
Magnesium, Vitamin E und
Selen sowie von Mangan von großer
Bedeutung. So bleibt die Muskulatur locker und die Sehnen werden
weniger beansprucht. Außerdem haben sich für die Sehnen das Extrakt
der Grünlippmuschel, spezielle
Meeresalgen und Birke sowie
Schachtelhalme bewährt.Durch den Bewegungsmangel wir die Verdauung des Pferdes nicht
ausreichend stimuliert und die Gefahr von Koliken wird erhöht.
Daher sollten anfällige Tiere täglich bzw. jeden zweiten Tag ein
Mash mit Leinsamen und
Weizenkleie zur Verdauungsförderung erhalten.Besonders effektiv unterstützen Kräuter den
Heilungsprozess und sollten bei der Fütterung nicht vergessen
werden. Sie regen die Verdauung, den Stoffwechsel, die Atemwege und
die Nieren- und Leberfunktion an. Sie können Entzündungen abbauen
und liefern hochwertige sekundäre Pflanzenstoffe und
Antioxidantien. Mineralien und Spurenelemente aus Kräutern werden
besonders gut aufgenommen und unterstützen den Aufbau von neuem
gesundem Gewebe.Zusammenfassend kann man sagen, dass dir richtige Fütterung
während der Boxenruhe reich an Nährstoffen, die den Heilungsprozess
und die Regeneration fördern, jedoch energiearm und arm an
Kohlenhydraten sein soll.*Dieser Artikel basiert auf dem Text
Boxenruhe von Dr. Susanne Weyrauch.2011-06-21T00:00:00+02:002011-06-21T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/pferdepflege-richtiges-waschen-des-pferdesIn der freien Natur pflegen sich die Pferde durch
Wälzen, Wetzen und gegenseitiges Beknabbern selber. Wenn Pferde
jedoch keine oder nur wenig Möglichkeiten zur Selbstpflege haben,
dann muss der Pferdebesitzer durch Putzen und Waschen des Pferdes
nachhelfen. Außerdem benötigen Arbeits- und Reitpferde generell vor
und nach dem Reiten eine besondere Pflege. Durch das Waschen und Putzen des Pferdes erzielt man
folgende Wirkung:Der Kontakt zwischen Mensch und Pferd wird gefördert und die
Bindung sowie Zuneigung wird unterstützt.Die Hauttätigkeit und der Kreislauf des Pferdes werden durch
das Putzen angeregt.Der Fellwechsel wird durch das Auskämmen der losen Haare und
durch die Massage der Haut unterstützt.Vor dem Reiten beugt man durch die Reinigung Druck- und
Scheuerstellen vor, die unter der Satteldecke entstehen
können.Nach dem Reiten wird durch die Säuberung der verschwitzten
Fellpartien dafür gesorgt, dass die Haut atmen kann und die Haare
nicht verfilzen.Vor allem im Sommer muss das Pferd nicht nur geputzt sondern
auch regelmäßig gewaschen werden. Das Pferd kann entweder mit einem
Schlauch oder einem Eimer mit 3 Schwämmen (einen für das Gesicht,
einen für den Körper und einen für die Geschlechtsteile) gewaschen
werden. Es empfiehlt sich generell mit lauwarmem Wasser zu waschen.
Ein stark erhitztes Pferd sollte nie mit einem kalten Wasserstrahl
abgespritzt werden.Beim Waschen arbeitet man sich wie beim Putzen immer von vorne
nach hinten vor. Dabei wird die Kopfpartie mit einem Schwamm und
nie mit dem Schlauch gereinigt. Die Beine werden abgespritzt und
die Hufe mit einer Hufbürste
abgeschrubbt. Für den Hals und Sattellage ist ein Schwamm zu
empfehlen. Nach dem Waschvorgang wird das Pferdefell mit einem
Schweißmesser
oder einem Schweißabzieher abgezogen.Besonderes Augenmerk muss man auf die Mähne und den Schweif
legen. Die Mähne soll zunächst mit einem Schwamm und warmem Wasser
nass gemacht werden. Den Schopf legen Sie zum Waschen hinter die
Pferdeohren zur Mähne. Die Haare müssen bis zur Wurzel nass gemacht
werden. Achten Sie jedoch darauf, dass das Wasser nicht in die
empfindlichen Pferdeohren gelangt. Wenn die Mähne ausreichend nass
ist, wird ein mildes Pferdeshampoo
bis in die Haarwurzeln einmassiert. Nach einer kurzen Einwirkzeit
spülen Sie das Shampoo mit klarem Wasser gründlich aus und drücken
das Wasser mit der Hand aus der Mähne.Der Schweif wird in einem Eimer nass gemacht. Zum Befeuchten der
Schweifrübe wird ein Schwamm verwendet. Danach wird der Schweif
inklusive Haarwurzeln und der Unterseite des Schweifs mit Pferdeshampoo
einmassiert und anschließend mit mehreren Eimern klarem Wasser das
Shampoo wieder ausgespült und ausgedrückt. Abschließend wird der
Schweif verlesen, damit er wieder locker fällt.Unterstützend für die Fellpflege kann ein Fell- oder
Mähnenspray verwendet werden. Diese können für das
gesamte Fell, die Mähne und den Schweif verwendet werden. Der Spray
verhindert beim Schweif ein Verkleben der Haare und ermöglicht ein
leichtes Durchkämmen. Dafür wird das Fell und der Schweif mit dem
Spray eingesprüht und nach ein paar Sekunden von unten angefangen
durchgebürstet. Auch die Mähne erhält durch den Spray eine leichte
Kämmbarkeit und einen schönen Glanz. Wenn man die Mähne jedoch
einflechten will, sollte man auf einen Mähnenspray verzichten, weil
die Griffigkeit dadurch verloren geht.Nach dem Waschen können Sie durch einen Fellglanz-Spray
Ihrem Pferd noch den letzten Schliff geben. Wenn man auf das Fell
nach dem Abziehen mit dem Schweißmesser den Fellglanz-Spray mit
einer Bürste oder einem Tuch auf dem Fell verteilt, bekommt es
einen wunderschönen Glanz. Außerdem werden Staub und Schmutz noch
Tage nach dem Aufbringen abgestoßen. Damit vereinfacht sich auch
das Putzen.2011-06-01T00:00:00+02:002011-06-01T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/der-huf-ein-wunder-der-natur-die-richtige-hufpflegeSchon durch das Körpergewicht des Pferdes, erst recht
aber durch die erhöhte Geschwindigkeit der Fortbewegung im Trab und
Galopp, und schließlich bei der Landung nach Sprüngen wirken
Tonnenkräfte auf die Hufe des Pferdes.Dies war nicht immer so. In ca. 50 Millionen Jahren Entwicklung
des Urpferdes, dieses hatte nur etwa die Größe eines Schäferhundes
und 4 bzw. 5 Zehen, entstand langsam die Zehe des heutigen Pferdes.
Aus der mehrzehigen Pfote wurde der einzehige Zehenspitzgänger.
Impuls zu dieser Veränderung war die Notwendigkeit, größere
Laufleistungen auf festem steppenartigem Boden zu erbringen. Als
Fluchttier mußten dabei hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Um
diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat die Natur das
komplizierte Zehenendorgan Huf entwickelt. Dabei müssen auf relativ
kleiner Auftrittfläche immense Kräfte gebündelt und durch ein
geniales Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Sehnen, Haut und
Horn gedämpft, abgefangen und abgeleitet werden. Dazu hat sich die
Natur einiges einfallen lassen, das selbst in der modernen Technik
noch seinesgleichen sucht.Der letzte Knochen der Gliedmaße nach Fesselbein und Kronbein,
das Hufbein ist ein poröser Knochen, der niemals in der Lage wäre,
anfallende Druckbelastungen aufzufangen. Statt dessen ist er
schwammartig porös konstruiert, hat dadurch eine vergrößerte
Oberfläche, um diese sich in tausendfacher Fältelung die
Wandlederhaut wickelt und innigst mit ihre verbunden ist. Durch die
Fältelung dieser Wandlederhautblättchen entsteht eine riesige
Oberfläche, die geeignet ist, mit einem „passenden Gegenstück“ eine
innige aber trotzdem elastische Verbindung einzugehen. Dieses
„passende Gegenstück“ ist die Hornkapsel mit ihren Hornblättchen.
Das Horn wird zunächst als weiche Substanz von der stark
durchbluteten und von empfindlichen Nerven durchzogenen
Wandlederhaut ständig produziert. Nach außen verhornt die Lederhaut
immer mehr und wird Bestandteil der unempfindlichen, äußerst
festen, aber dennoch elastischen Masse der Hufkapsel.Vom Kronsaum schiebt sich darüber das Kronhorn bis zur Hufsohle.
Die Verbindung zwischen dem von der Wandlederhaut gebildeten Horn
und dem von der Kronlederhaut produzierten Kronhorn bildet am
Tragrand die sogenannte „weiße Linie“. Ihr muß besondere
Aufmerksamkeit geschenkt werden, da sie die Schwachstelle des
ganzen Hufes ist. Zum einen stellt sie den Ort dar, der dem Schmied
zum Setzen der Hufnägel zur Verfügung steht. Nur in diesem Bereich
gesetzte Nägel können ein Hufeisen ordentlich halten. Weiter nach
außen gesetzt, verliert der Huf das Eisen, weiter nach innen kommt
es zur gefürchteten „Vernagelung“, weil der Nagel die „Lebende“
Huflederhaut trifft und eine Infektion die Folge wäre.Auch ohne Nagel ist die weiße Linie die Schwachstelle des Hufes,
weil dort am ehesten kleine Steinchen, Schmutz und Bakterien
eindringen können und Hufabszesse verursachen können. Begünstigt
werden solche Infektionen durch mangelhafte Hufpflege, vor allem
aber durch falsche Boxenhaltung. Mangelhafte Entmistung und
Matrazenhaltung führen zu einer Dauerkonfrontation von
Kot-Urin-Gemisch und Hufhorn. Das Hufhorn wird dadurch langsam aber
sicher zerstört, und gibt Schmutz und Mikroorganismen die
Möglichkeit einzudringen. Die Folge sind die sogenannten
Hufgeschwüre und Strahlfäule, die ohne Ursachenbeseitigung nur
schwer und mühsam unter Kontrolle zu bekommen sind.All diese Probleme traten in der Natur nicht auf. Hufbeschlag
gab es nicht, so konnte auch kein vernagelter Huf entstehen. Das
Pferd hat seine Nahrung im weiterziehen aufgenommen, d.h. es kommt
mit seinen eigenen Ausscheidungen nicht in Berührung. Dieses
Verhalten kann man auf der Weide heute noch beobachten. In der
Natur hat sich ein extrem belastbares Gleichgewicht zwischen
nachwachsendem Horn und Abnutzung eingstellt. Erst die intensive
Nutzung des Pferdes hat den Hufschutz und damit den Hufbeschlag
notwendig gemacht. Gleichzeitig hat die intensive Boxenhaltung zu
einer Qualitätsverschlechterung der Hornsubstanz geführt.Bessere hygienische Bedingungen sowie die zum Teil sehr
extensive Nutzung der Pferde erlaubt heutzutage eine teilweise
Rückkehr zum „Barhuf“. Die Natur hat es in Jahrmillionen geschafft,
mit dem Huf ein Organ zu entwickeln, das in der Lage ist, immense
Druckkräfte, die durch hohe Geschwindigkeiten, das große
Körpergewicht und hohe und weite Sprünge entstehen abzufangen und
umzuleiten, ohne daß dabei erhebliche Reibungsverluste oder
Abnützungserscheinugen entstehen. Fehlerhafte Haltung und in vielen
Fällen Bewegungsarmut haben dazu geführt, daß dieses Wunderwerk
beschädigt oder gar zerstört wird. Die Kenntnis um den Huf ist
wichtigste Voraussetzung für seine Gesunderhaltung. Sie ist viel
wichtiger als die Schadensbegrenzung mit Zusatzfuttermitteln,
fetten und schmieren sowie ungerechtfertigten Vorwürfen an den
Hufschmied.Der Huf und seine PflegeDer Huf des Pferdes hat sich in einer über 50 Millionen Jahre
dauernden Entwicklungsgeschichte von einer hundeähnlichen Pfote zu
dem hochkomplizierten Zehenendorgan des heutigen Pferdes
entwickelt.Dieser Huf und sein äußeres Baumaterial, das Hufhorn, das sich
in das innere Blättchenhorn, das äußere Röhrchenhorn und das untere
Sohlenhorn einteilen läßt, wurde von der Natur so ausgestattet, daß
er keiner Pflege bedarf. Unterschiedliche Abnutzung und
Bodenverhältnisse sowie Einwirkung von Feuchtigkeit wurden durch
Selbstregulation ausgeglichen.Erst die Nutzung des Pferdes durch den Menschen machte sehr
schnell den Schutz der Hufe notwendig, zuerst gegen zu starke
Abnutzung durch den Einsatz als Transport- und Reitpferd zur
Überwindung größerer Entfernungen. Aber auch bei fehlender
Abnutzung muß korrigierend eingegriffen werden, um die
Regelmäßigkeit des Hufes zu erhalten.Sowohl der Beschlag mit Eisen oder Kunststoff, als auch das
Ausschneiden des Barhufgängers wird in der Regel vom Fachmann, dem
Hufschmied, ausgeführt. Wegen der Hornwachstumsrate von ca. 6 bis 8
mm im Monat sollte das Zeitintervall bis zum Umlegen der alten
Eisen, oder, wenn sie abgelaufen sind, zum Anbringen von neuen
Eisen, nicht länger als 6 bis 8 Wochen sein. Bei längeren
Intervallen wird die elastische Hornkapsel erheblich geschädigt,
weil das Eisen nicht mitwächst, sondern einwächst. Durch die
Korrektur wird der Huf auf seine natürliche Größe zurückgebracht,
weil durch das Eisen die Abnutzung verhindert wird. Ein übermäßiges
Kürzen des Tragrandes sowie ein zu starkes Ausschneiden von Sohle
und Strahl ist zu vermeiden, weil dies den Huf zu sehr schwächt. Zu
lange Beschlagsintervalle und daraus resultierendes starkes
Ausschneiden führen außerdem zu einer erheblichen Veränderung der
Statik der Zehe, was zu einer unnötigen bzw. gefährlichen Belastung
von Gelenken, Bändern und Sehnen führt.Bei einem zur Gesunderhaltung beschlagenen Huf darf das
Beschlagsintervall nicht länger als 6 -8 Wochen
betragen.Der unbeschlagene Huf, der bei Pferden auf der Weide und bei
Nutzung auf weichem Boden wie Halle oder Reitplatz zu bevorzugen
ist, muß aber ebenfalls gepflegt werden. Dies beginnt damit, daß
mindestens 1 x täglich die Sohle und der Strahl von eingekeiltem
Boden und Mist befreit werden muß. Dieses Auskratzen sollte mit
einem nicht zu spitzen Hufkratzer geschehen, um die inneren und
äußeren Strahlfurchen nicht zu tief zu kratzen und das Horn nicht
zu verletzen. Dabei müssen alle Fremdkörper wie Steinchen oder gar
Draht, Nägel oder Schrauben sorgfältig entfernt werden.Diese Pflegemaßnahmen sind deshalb unerläßlich, weil besonders
bei Boxenhaltung, und hierbei extrem bei Tiefstall bzw.
Matratzenhaltung die Fäulnisbildung unausweichlich ist. Schmutz und
Feuchtigkeit, ganz besonders aber das Kot - Uringemisch der
Boxeneinstreu führen zu einer Zersetzung des Hufhornes. Die in der
Einstreu vorhandenen Fäulnisbakterien dringen dann in die
eigentlich dichte Hornkapsel ein. Folgen sind zunächst mangelhafte
Qualität des nachwachsenden Hufhornes, bröckeliges Hufhorn,
Strahlfäule und Hufabszesse. Deshalb ist Grundlage jeder Behandlung
eine Änderung der Einstreu. Diese muß trocken sein und muß täglich
gemistet werden. Ob sie aus Stroh oder Spänen besteht, ist
sekundär.Strahlfäule ist immer ein Haltungsproblem. Eine
Behandlung ohne Haltungsänderung ist aussichtslos.Das Waschen der Hufe hat zweierlei Aufgaben. Erstens dient es
der gründlichen Reinigung der Hufe, sofern dies notwendig ist, und
zweitens dient es der Feuchtigkeitsaufnahme; auch hier gilt, soweit
dies notwendig ist. In feuchtem Sand und auf der feuchten Wiese
nehmen die Hufe genügend Feuchtigkeit auf. Stehen die Pferde
allerdings fast ausschließlich im trockenen Stall, besonders bei
gut gemisteter Späne-Einstreu, werden die Hufe trocken, das Horn
spröde und hart, sie verlieren an Elastizität.Trockene Hufe mit harten, spröden Horn sollten jeden 2.
Tag gewässert oder gewaschen werden.Bei jeder Form von Entzündung im Bereich des Hufes oder der
Fessel sollte zunächst kein Wasser angewandt werden, weil
Feuchtigkeit Entzündungs- und Fäulnisprozesse fördert.Die oberste Schicht der Hornkapsel, die Glasurschicht,
verhindert das Austrocknen der Hornkapsel. Deshalb sollte sie weder
vom Schmied durch Beraspeln der Hornwand, noch bei der Pflege durch
zu starkes Kratzen der Wand zerstört werden. Auch die Nutzung des
Pferdes in scharfem Sand zerstört die Glasurschicht.Der Einsatz von Fetten, Ölen oder neuerdings Lacken kann die
fehlende Glasurschicht allderdings nur sehr eingeschränkt ersetzen.
Zwar verhindern diese Stoffe das Verdunsten der Feuchtigkeit aus
der Hufwand, sie verhindern aber auch jegliches Eindringen von
Feuchtigkeit.Ein feuchter, weicher Huf sollte vor dem Wässern, ein
spröder, trockener Huf nach ausgiebigem Wässern gefettet
werden.Das Huffett sollte von guter Qualität sein, und gehört nur auf
das Wand- und Sohlenhorn, nicht auf die Haut. Es kann nicht in das
Horn eindringen. Das oft im Fett enthaltene Lorbeeröl hat keine
Auswirkung auf das Wandhorn. Es wirkt nur auf dem Kronsaum, dort
führt es durch Förderung der Durchblutung zu einer Steigerung des
Hornwachstums von bis zu 50%. Dies sollte bei schlecht und langsam
wachsenden Hufen ausgenutzt werden.Fett gehört auf die Hornkapsel, Lorbeeröl gehört auf den
Kronrand.Alle anderen Substanzen, besonders aber Teer, Farben und Lacke,
gehören nicht an die Hufe. Sie versiegeln die Oberfläche des Horns
und schließen bereits vorhandene Fäulniserreger ein. Da es sich
hierbei hauptsächlich um anaerobe Bakterien handelt, d.h. Keime,
die sich unter Luftabschluß vermehren, schafft man so einen idealen
Nährboden.Schon beim Fohlen muß mit einer intensiven Hufpflege begonnen
werden. Zum einen, weil das Fohlen die Prozedur des Hufegebens
lernen muß und sehr schnell lernt. Zum anderen, weil Huf- und
Stellungsanomalien beim Fohlen sofort erkannt werden müssen und zu
dieser Zeit korrigiert werden können. Beim älteren Pferd wird das
schwierig. Der Lebensabschnitt des Absetzers und des Zweijährigen
ist leider aufgrund der Haltungsformen: Sommer - Dauerweide, Winter
- Laufstall, der Lebensabschnitt, in dem die Hufpflege in den
meisten Fällen zu kurz kommt. Nicht beachtete Stellungsfehler und
fortschreitende Fäulnisprozesse führen in diesem Lebensabschnitt
des Pferdes oft zu dauerhaften Schäden an Zehe und Huf. Deshalb ist
gerade bei heranwachsenden Pferden die Hufpflege wichtig für die
Gesundheit des älteren Pferdes.Die Hufpflege ist der Preis, den der Mensch als Nutzer
des Pferdes zur Gesunderhaltung aufbringen muß, weil er durch die
Domestizierung und Haltung die natürlichen Bedingungen extrem
verändert hat.2011-05-23T00:00:00+02:002011-05-23T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/blutsaugende-insekten-schutz-gegen-fliegen-muecken-zeckenSobald die warme Jahreszeit beginnt schwirrt und summt
es überall. Die Pferde werden von blutsaugenden Insekten und
anderen Parasiten verfolgt. Besonders Weidetiere leiden unter
diesen Attacken, denn wasser- und waldnahe Weiden sind Tummelplätze
für unangenehme Blutsaugern.Im Fachhandel werden eine
Vielzahl von Insektenabwehrmittel angeboten. Die Palette reicht von
Insektiziden, die das Insekt töten, bis hin zu Duftmischungen auf
Basis von ätherischen Ölen, die den Eigengeruch des Pferdes
überdecken und das Pferd für die Insekten uninteressant machen
soll. Dabei muss man jedoch auf die Hautverträglichkeit achten.
Komplett unbedenklich ist eine Waschung mit Essigwasser. Einerseits
werden dabei vorbeugend die natürlichen Abwehrkräfte gestärkt,
andererseits wirkt es auch lindernd bei bereits vorhandenen
Stichen. Sehr gut verträglich und risikolos sind chemische und
pflanzliche Produkte, die im Fachhandel angeboten werden.Um zusätzliche vorbeugende Maßnahmen zu treffen, sollte man die
Gewohnheiten und Lebensräume der Insekten kennen.Stechmücken sind die gefährlichsten Blutsauger,
da sie in riesigen Schwärmen über Weidetiere herfallen. Sie leben
an fließenden Gewässern im Schutz von Bäumen, mögen jedoch keinen
Wind. Sie stechen die Pferde an weniger behaarten Stellen wie den
Ohren, Euter, Hodensack und der Bauchnaht. Die Folgen von Stichen
können allergische Reaktionen, Pusteln, Blutergüsse,
Hautirritationen, Sommerekzeme und Koliken sein. Auch
Herz-Kreislauf-Versagen mit Todesfolgen können aufgrund eines
toxischen Schocks vorkommen.Gnitzen sind besonders in der Morgen- und
Abenddämmerung und in Wassernähe vertreten. Sie treten ebenfalls in
Massen auf. Die Folgen sind ein lästiges Stechen mit Juckreiz, und
sie sind Auslöser von Sommerekzemen bei Pferden.Gelsen fliegen bei warmen, windstillen Wetter
bis zu 100 Meter hoch, bei Regen und Wind nahe am Boden. Man findet
sie auch in den Ställen, und sie stechen hauptsächlich in der
Nacht. Die Folgen sind Juckreiz, allergische Reaktionen und bei
starkem Befall ist auch ein Herz-Kreislauf-Versagen möglich.
Außerdem sind sie Überträger von Viren.Bremsen mögen Wärme und Feuchtigkeit und treten
nur im Freien an sonnigen beziehungsweise halbschattigen und
windgeschützten Stellen auf. Bei schwül-warmen Wetter sind sie
besonders aggressiv. Stiche verursachen Schwellungen und Juckreiz.
Bremsen sind aber auch Überträger von Krankheiten wie Milzbrand,
Borreliose oder infektiöser Anemie.Dasselfliegen stechen nicht, aber sie legen
ihre gelblich-weißen, ovalen Eier im Fell der Pferde ab. Aufgrund
des entstehenden Juckreiz, suchen die Pferde mit den Zähnen die
Stelle, das Ei löst sich durch den Speichel, die Larve schlüpft und
dringt in die Mundhöhle und von dort in den Magen und Darm ein. Im
Frühsommer des nächsten Jahres sind die Larven verpuppungsreif und
gehen mit dem Kot ab und verpuppen sich im Boden.Zecken verbreiten sich aufgrund des milden Klimas immer
mehr in Österreich ung Deutschland. Diese Tiere können auch bei
Pferden die relativ unerforschte Krankheit Borreliose
übertragen. Nach einem Zeckenbiss (beim Menschen und beim Pferd)
sollte man auf gesundheitliche Veränderungen achten. Lustlosigkeit
und Steifheit, eine überraschende Erkältung oder plötzlich
auftretende Lahmheiten können Anzeichen einer Infektion sein. Nicht
jede Zecke trägt die Infektion. Diese Erreger können jedoch das
gesamte Nervensystem des Pferdes angreifen und Schäden
verursachen, die sich nicht mehr heilen lassen. Bei einer
infizierten Zecke wird der Erreger erst nach 24 bis 38 Stunden ins
Blut des Pferdes freigesetzt. Deshalb je früher die Zecke entfernt
wird, desto geringer das Infektionsrisiko.Neben
Insektenabwehrmitteln aus dem Fachhandel kann man nach den
Lebensgewohnheiten der Insekten noch weitere Maßnahmen treffen:Da die Eier der kleinen Tiere gerne in Mist und organischen
Substanzen abgelegt werden, ist es wichtig den Stall möglichst
sauber zu halten. Für die Stallhygiene kann EQUUS
CLEAN verwendet werden. Es reduziert durch
verschiedene Öle, Pflanzen- und Kräuterextrakte die Schadkeime im
Stall und verbessert die Luft.Vor dem Stallfenster und den Türen sollte ein
Fliegenschutzgitter angebracht werden.Weiden sollten wenn möglich nicht in der Nähe von Wäldern,
Teichen, Bächen, Morast oder stehenden Gewässern liegen.Am besten eignet sich eine Wiese wo ein ständiges Lüftchen
weht.Der Lebensraum von Spinnen, Schwalben und Fledermäusen soll
gefördert werden, da diese natürliche Insektenvernichter sind.Zu guter Letzt eignet sich Ergänzungsfutter mit Knoblauch und
Schwarzkümmel zur Insektenabwehr.2011-05-10T00:00:00+02:002011-05-10T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/knoblauch-eine-vitalstoffquelle-mit-traditionKnoblauch bei Pferden ist vor allem bekannt wegen seiner
abschreckenden Wirkung auf lästige Insekten. Der typische
Knoblauchgeruch mit dem Schweiß ausgedünstet wird von den
fliegenden Plagegeistern als unangenehm empfunden. Weniger bekannt
sind jedoch die vielen anderen positiven Eigenschaften dieser
Pflanze auf die Gesundheit der Pferde. Knoblauch ist als Vitalstoffquelle mit vielfältigem Nutzen seit
Jahrhunderten bekannt. Die gesundheitsfördernden
Nährstoffeigenschaften des Knoblauchs gehören zu den am besten
dokumentierten im gesamten Pflanzenreich. Es wurden über 70
nutritive Wirkstoffe im Knoblauch bis jetzt nachgewiesen.Welchen Nutzen hat Knoblauch für die
Pferde?Verringerung schädlicher
Mikroorganismen: Eine besondere Eigenschaft vom Knoblauch
ist die antimikrobielle Wirksamkeit, die durch eine allgemeine
Immunstimulation ergänzt wird. Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe,
wie Allicin und Garlicin, werden für die breite antibakterielle
Wirkung verantwortlich gemacht, die Stimulation des Immunsystems
durch den hohen Vitamingehalt erklärt.Schutz gegen
Würmer: Bestandteile des ätherischen Öls (z.B. Polysulfide
und Allylsulfide) sowie Phytonzide helfen bei der Bekämpfung vieler
Wurmarten.Hilfe bei Pilzen:
Viel zu oft sind Schimmelpilze im Heu oder Hafer zu finden, die
sich dann negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken können.
Hier hilft Knoblauch mit seiner ausgeprägten Wirkung gegen
Pilze.Stärkung der
Lungenfunktion: Allicin in Knoblauch hilft zähen
Bronchialschleim zu verflüssigen. Dadurch wird dem Pferd das
Abhusten erleichtert. Eine Kräutermischung mit Knoblauch als
wesentlichen Bestandteil kann den Verlauf einer chronischen
Bronchitis günstig beeinflussen.Günstige Effekte im
Verdauungstrakt: Durch Knoblauch wird eine pathogene
Darmbesiedelung zugunsten der physiologischen Darmflora
zurückgedrängt. Weiters regt Knoblauch die Darmperistaltik an und
fördert die Bildung von Verdauungssekreten. Dadurch wird die Gefahr
von Fehlgärungsprozessen, die zu Blähungen, Koliken, Hufrehe und
Dysbiose führen können, eingedämmt.Bessere Blutversorgung und
Blutreinigung: Knoblauch hat eine anregende Wirkung auf
die Produktion von roten Blutkörperchen und trägt zur Optimierung
der Herz-Kreislauffunktion bei. Dadurch werden die Fließfähigkeit
des Blutes und damit die Gewebedurchblutung verbessert. Auf die
Blutreinigung wirkt sich Knoblauch durch die Regulation der
Blutfette und des Blutzuckers positiv aus.Insektenabwehr: Die
Abwehr von Insekten durch das Fressen von Knoblauch ist nicht
wissenschaftlich erwiesen. Aufgrund zahlreicher Beobachtungen ist
die Wirkung jedoch hinreichend gesichert.Die richtige
Dosierung!Die allgemein als optimal anerkannte
Tagesmenge liegt bei Großpferden bei ca. 10 bis 30g Knoblauchpulver
von hoher Qualität. Auch wenn die Anwendung und die zu
verabreichende Menge von Knoblauch in Fachkreisen oft diskutiert
werden, ist Knoblauch in der richtigen Dosierung mit Sicherheit
eine besonders wertvolle Vitalstoffquelle mit vielfältigen
gesundheitsfördernden Effekten.*Dieser Artikel basiert auf dem Text
Knoblauch - zum Wohl der Pferde von Dr. Eberhard
Moll.2011-04-06T00:00:00+02:002011-04-06T00:00:00+02:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/langsames-anweiden-im-fruehling-vom-stall-auf-die-weideEndlich ist es soweit! Der Frühling ist da und es
beginnt die Weidezeit. Sosehr sich Mensch und Pferd auch darauf
freuen, umso mehr muss beim Anweiden vorsichtig vorgegangen werden,
da ein erhöhtes Verletzungs- und Erkrankungsrisiko für die Pferde
auf der Weide besteht. Man sollte immer die Empfindlichkeit der Pferde gegenüber
Veränderungen beim Pferdefutter beachten. Frisches Frühlingsgras
stellt zudem eine ernstzunehmende Gefahr dar, weil der
Proteingehalt und der Gehalt an Fructan in der Wachstumsphase der
Gräser besonders hoch sind. Bei einem zu schnellen und
unvorsichtigen Anweiden, kann es zu einem Eiweißüberschuss kommen,
der den Stoffwechsel der Pferde, insbesondere die Leber und die
Nieren, stark belastet. Die Folgen können Koliken, Durchfall und
Hufrehe sein.Pferde die ganzjährig auf der Weide gehalten werden, gewöhnen
sich langsam an das wachsende Nahrungsangebot mit seinem
ansteigenden Eiweißgehalt auf der Weide, weil auch das Gras langsam
wächst. Dies gilt aber nicht für Pferde, die im Winter in der Box
gehalten werden und plötzlich auf die frische Weide dürfen. Zum
Verdauen des frischen Grases benötigen Pferde spezielle
Darmbakterien. Diese sind nach dem Winter aufgrund der
überwiegenden Fütterung mit Heu, Stroh und Kraftfutter nur gering
vorhanden und müssen durch ein kontrolliertes und kontinuierliches
Anweiden erst wieder langsam vermehrt werden.Bei einem kontrollierten Anweiden wird das Kraftfutter im Stall
nach und nach reduziert. Wenn das Pferd eingedeckt ist, reduziert
man bei mehreren Decken die Anzahl, oder wählt immer leichtere
Pferdedecken aus damit sich das Tier an die Temperaturschwankungen
gewöhnen kann. Für das Anweiden sollte man einen Zeitraum von 2 – 4
Wochen einplanen.Erste Woche: täglich 10 – 15 Minuten auf die Weide und am
Führstrick grasen lassenZweite Woche: bis zu 30 Minuten an der Hand weiden lassenDritte Woche: zirka 1 Stunde auf die Weide und dann
kontinuierlich ausweitenAnfangs ist es ratsam dem Pferd vor dem Weidegang Heu zum
fressen zu geben, damit es bereits satt ist und nicht zu viel
frisches Gras auf der Weide frisst. Eine weitere Möglichkeit das
Pferd langsam an das Gras zu gewöhnen, besteht in der Fütterung von
Schnittgras im Stall, die man nach und nach steigert. Ein
zusätzliches Kraftfutter soll während des Anweidens nicht gegeben
werden. Es soll nur Heu und Stroh zum Ausgleich angeboten
werden. Angeschwollene Beine können ein Anzeichen für zuviel Eiweiß in
der Pferdefütterung sein. Aus diesem Grund soll bei den ersten
Anzeichen von Unwohlsein beim Pferd oder bei geschwollenen Beinen
das Pferd sofort wieder von der Weide genommen werden.In den Sommermonaten ist im Gras nur noch wenig Protein
enthalten. Ob ein Zufüttern bei Weidepferden notwendig ist, hängt
von der Qualität der Weide ab. Diese ist abhängig von der
botanischen Zusammensetzung der Vegetation, dem Klima, dem Boden
und der Düngung.Weiden, die über einen hohen Anteil von kleeartigen Pflanzen
verfügen, liefern den Pferden große Mengen von Eiweiß, Kalzium und
Magnesium. Halmreiche Grassorten wie das Deutsche Weidelgras,
Lieschgras, Knaulgras und Wiesenschwingel werden von Pferden
besonders gerne gefressen. Minderwertige Gräser sind hingegen
Rasenschmiele, Pfeifengras, Borstgras, Schilfrohr, Binsen und
Simsen. Sie haben einen hohen Rohfasergehalt und einen nur geringen
Mineralstoffgehalt.Ob eine Weide noch genug Futter für die Pferde bietet lässt sich
sehr einfach herausfinden. Man hängt ein gefülltes Heunetz auf die
Weide. Fressen die Pferde das Heu, kann man davon ausgehen, dass
die Weide nicht mehr ausreichend Futter liefert. Arbeitende
Weidepferde können nach dem Anweiden wieder Kraftfutter erhalten.
Mit dem kontinuierlichen Aufbau des Trainings muss auch die
Futterration gesteigert werden.Ein weiteres Problem beim Weidegang im Frühling ist die erhöhte
Verletzungsgefahr. Insbesondere Pferde, die den Winter
ausschließlich im Stall verbracht haben, sind bei den ersten
Weidegängen oft übermütig und energiegeladen. Damit sich die Tiere
nicht gegenseitig verletzen ist es ratsam, die Pferde zunächst
einzeln auf die Weide zu bringen. Erst wenn aufgrund des Verhaltens
des Tieres kein erhöhtes Risiko besteht, kann man die Tiere
gemeinsam auf eine Weide lassen.2011-03-23T00:00:00+01:002011-03-23T00:00:00+01:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/teufelskralle-natuerliche-hilfe-bei-gelenkproblemenHat ein Pferd Probleme mit dem Bewegungsapparat, zeigt
es zum Beispiel Verschleißerscheinungen an den Gelenken, so wird
immer öfter auf die natürliche Hilfe durch die Teufelskralle zurück
gegriffen. Die Wirkung der Teufelskralle wurde mittlerweile in
mehreren Studien an verschiedenen Tierarten und auch beim Menschen
wissenschaftlich bewiesen. Die Teufelskralle,
wissenschaftlich Harpagophytum procumbens genannt, ist eine
Heilpflanze die im südlichen Afrika und den Steppen Namibias
beheimatet ist. Sie gehört zu der Familie der Sesamgewächse. Es ist
ein krautartiges Gewächs das durch die bis zu 1,5 Meter langen, am
Boden befindlichen Triebe, und auffallend großen rosa bis
purpurfarbenen Blüten gekennzeichnet ist. Den Namen Teufelskralle
verdankt die Pflanze den verholzten Früchten, die mit kleinen
Widerhaken versehen sind und sich so hartnäckig festklammern
können.Die Teufelskralle wirkt entzündungshemmend, abschwellend und in
geringem Maße auch schmerzstillend. Sie schützt den Gelenkknorpel
vor weiterem Abbau, indem sie eiweißabbauende Enzyme hemmt. Aus
diesem Grund eignet sich diese Pflanze gut zur Behandlung von
Arthrose in allen Formen, wie Spat, Hufrollenentzündung, Schale und
Kniegelenksarthrose. Auch bei der Behandlung von Rückenschmerzen
mit Teufelskralle konnte eine gute Wirkung erzielt werden.Die Bitterstoffe der Teufelskralle sorgen für eine Aktivierung
der Magensaftsekretion und der Galleproduktion. Daher kann diese
Heilpflanze auch bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit
eingesetzt werden.Zur Herstellung der Teufelkralle-Präparate werden vor allem die
Speicherwurzeln der Teufelskralle verwendet. Die Hauptwurzel bleibt
dabei unangetastet, damit laufend neue Speicherwurzeln an ihr
nachwachsen können. Nachgewiesen ist, dass ein Extrakt aus der
gesamten Wurzel der Teufelskralle eine bessere Wirkung zeigt als
der reine Hauptwirkstoff Harpagosid.Bei der Fütterung von Teufelskralle ist folgendes zu
beachten:Die Wirkung der Teufelskralle ist beim Pferd erst nach ungefähr
drei Wochen sichtbar.Teufelskralle ist daher zur akuten Schmerzbehandlung nicht
wirkungsvoll.Teufelskralle darf nicht an trächtige Stuten verabreicht
werden.Teufelskralle wird bei Sportpferden als verbotene Medikation
gesehen.Teufelskralle soll wie andere Heilpflanzen am besten kühl und
lichtgeschützt aufbewahrt werden.Bei andauernden Beschwerden soll unbedingt der Tierarzt zu Rate
gezogen werden.Teufelskralle wird je nach Zubereitung ein- bis zweimal täglich
über das Futter verabreicht. Wenn die Wurzel direkt gefüttert wird,
kann die Wirkung verstärkt werden, indem die getrockneten Stücke in
heißem Wasser ziehen und dann mit dem Wasser verfüttert werden. Es
bietet sich hier ein Mash an, in das die Teufelskralle gemischt
wird. Der Aufguss von Teufelskralle ist jedoch relativ und wird
nicht von jedem Pferd gefressen.Teufelskralle muss regelmäßig und kontinuierlich gefüttert
werden. Es entwickelt seine volle Wirkung erst nach mehreren
Wochen. Die Angaben, wann das Wirkmaximum eintritt, variierten
zwischen drei Wochen und drei Monaten. Teufelskralle soll aber auch
nicht als Dauertherapie verabreicht werden, da die
Magenschleimhäute angegriffen werden können und es zu einem
Gewöhnungseffekt kommen kann. Eine sechsmonatige Kur nach akuten
Schüben oder zu Zeiten, wenn erfahrungsgemäß Probleme auftreten,
hat sich bewährt.2011-03-09T00:00:00+01:002011-03-09T00:00:00+01:00http://www.equusvitalis.de/info/magazin/fellwechsel-haare-als-spiegel-der-gesundheitDie Haare des Pferdes gelten als Spiegel der Gesundheit.
Glänzt das Fell des Pferdes, gibt das Auskunft über eine gute
Gesundheit des Tieres. Dies trifft auch im Fellwechsel zu, der mit
den ersten Sonnenstrahlen während der letzten Wintertage einsetzt.
Die Pferde entledigen sich ihres warmen Winterpelzes und ein
feineres und kürzeres Sommerfell tritt zutage.Als ehemalige Steppentiere verfügen die Pferde über einen
Thermoregulationsmechanismus, der über die Haut und die Haare
gesteuert wird. Damit können Temperaturschwankungen kurzfristig
ausgeglichen werden, und die normale Körpertemperatur von 38,5 Grad
bleibt konstant. In der Haut werden die Haare gebildet. Jedes
einzelne Haar ist über einen Follikel mit einem speziellen Muskel
verbunden. So können sich die Haare bei Kälte aufstellen und eine
wärmende Isolierschicht bilden. Bei Hitze erweitern sich die
Blutgefäße und die Haare legen sich flach am Körper an, damit die
Hautoberfläche abkühlen kann.Nachdem die Temperaturen im Laufe des Jahres stark abweichen,
ist das Fell des Winters anders beschaffen als das Sommerfell. Beim
Fellwechsel werden die langen Deckhaare und die wolligen Unterhaare
abgestoßen, und ein kurzes Sommerfell wächst nach. Nicht betroffen
vom Fellwechsel sind bei unseren domestizierten Pferden der Schweif
und die Mähne sowie die Tasthaare um das Maul und die Augen.Der Fellwechsel ist jedoch eine ganz besondere Belastung für den
Organismus des Pferdes. Er strengt viele, besonders ältere Pferde
enorm an, und der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Daher können
im Zusammenhang mit dem Fellwechsel folgende typische Beschwerden
auftreten:verminderte Leistungsbereitschaft und Müdigkeitangelaufene BeineVerdauungsstörungen wie Koliken, Kotwasser, DurchfallGewichtsverluststumpfes Fell, Mauke und SchuppenbildungInfektanfälligkeitDie Intensität, Dauer und Beschaffenheit des Fellwechsels hängt
von der Länge des Tageslichts, dem vorherrschendem Wetter, der
individuellen Veranlagung, Rasse, Gesundheit, Haltung und dem Alter
des Pferdes ab.Es ist jedoch häufig zu beobachten, dass gut gefütterte Pferde,
die artgerecht gehalten werden kaum Mühe mit dem Fellwechsel haben.
Man muss darauf achten, dass es zu keinem Fütterungsdefizit in den
Wintermonaten kommt. Ebenso eine Überversorgung, Bewegungsmangel,
schädliche Umwelteinflüsse, Stress beim Reiten oder mit
Artgenossen, chronische Krankheiten oder ein Wurm- und
Parasitenbefall sind Faktoren, die sich negativ auf den Fellwechsel
auswirken können.Gut gefüttert – viel gewonnenIm Sommer wir durch den Weidegang die Versorgung mit Vitaminen,
Spurenelementen und Aminosäuren aufgebessert. Diese Möglichkeit
fehlt im Winterhalbjahr, was eine schlechte Ausgangslage für die
Belastung durch den Fellwechsel darstellt. Denn genau in dieser
Zeit ist eine ausreichende Versorgung mit Mineralien,
Spurenelementen und Vitaminen besonders wichtig.Für die Haut unentbehrlich ist das Vitamin E und A. Übliche
Futtermittel decken im Normalfall den Bedarf an Vitamin A ab. Das
fettlösliche Vitamin E kommt in allen ölhaltigen Früchten vor. Dazu
zählen Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Getreidekeimlinge und deren
kaltgepresste Öle. Kaltgepresste Öle mit mehrfach ungesättigten
Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden, das
Immunsystem und den Stoffwechsel. Öle enthalten keine Proteine und
bringen damit die nötigen Kalorien in den Organismus des Pferdes
ohne einen Proteinüberschuss zu erzielen. Besonders wirkungsvoll
ist Schwarzkümmelöl oder Leinöl.Des Weiteren sind für den Fellwechsel auch die Spurenelemente
Zink, Kupfer und Selen extrem wichtig. Kupfer sorgt für die
richtige Pigmentierung und Zink und Selen unterstützen das
Haarwachstum.Bierhefe ist reich an Mineralstoffen, Vitamin
B, Enzymen und Aminosäuren, die ebenso wie Kieselgur
den Fellwechsel unterstützen.Positive Wirkung in Hinblick auf die erhöhte Leistung des
Stoffwechsels haben Kräuter und spezielle Kräutermischungen, die
entgiften, ausscheidungsfördernd und blutreinigend sind. Besonders
geeignet für solche Kräuterkuren sind
Brennnesseln, Löwenzahn, Goldrute und
Birkenblätter, die entschlackend und blutreinigend wirken sowie den
Stoffwechsel unterstützen und entgiften. Hagebutte versorgt das
Pferd mit Vitamin C und stärkt das Immunsystem. Die Mariendistel
schützt die Leber.Wir empfehlen zur Unterstützung des Fellwechsels als
Tagesration für ein Großpferd:1 kg
Struktur Energetikum (als alleiniges Kraftfutter oder
zur Ergänzung)
100 g MicroVital
150 ml Leinöl
1 kg Irish
Mash (2 bis 3 mal pro Woche)Die Förderung eines intakter Hautstoffwechsel ist außerdem eine
Bedingung für den Aufbau eines neuen Fells. Indem man das Pferd
regelmäßig unterschiedlichen Klimareizen, wie Wärme, Kälte, Regen
und Sonne, aussetzt wird dieser gut trainiert. Auch soll das Pferd
die Möglichkeit zum Wälzen und zum gegenseitigen Fellkraulen mit
anderen Pferden haben. Das dient der Fellpflege, fördert die
Durchblutung der Haut und regt den Stoffwechsel an. Darüber hinaus
hilft es dem Pferd lose und juckende Haare zu entfernen. Auch
Bürsten an der Boxenwand oder im Auslauf oder Scheuer- und
Massagematten genießen Ihre Pferde in der Zeit des
Fellwechsels.Als Pferdehalter können Sie Ihr Pferd während des Fellwechsels
besonders unterstützen, indem Sie die losen Haare des Pferdes
sorgfältig ausbürsten. Für das Fell Ihrer Pferde sind die
Pferdepflegebürsten von Equus
Brush eine Wohltat. Sie sind handgewebt aus Baumwolle
und Sisal und bringen das Fell Ihres Pferdes zum Glänzen!