Wenn die Nerven verrücktspielen – Futter für die Psyche
Nervosität bei Pferden ist für viele Reiter besonders deshalb ein Problem, weil es schwer zu deuten ist, woher dieses nervöse Verhalten kommt. Das Pferd äußert seine Probleme auf eine Art und Weise, die beim Reiter meist auf Unverständnis stößt. 
Gründe für Nervosität können durch Probleme mit dem Sattel, Zaum oder dem Hufbeschlag, aber auch durch Zahnschmerzen, Blockaden oder eingeklemmte Nerven entstehen.
Oft stecken aber auch ganz andere Gründe dahinter. Das Verhalten des Pferdes lässt sich häufig auf fütterungsbedingte psychische Störungen zurückführen. Aufgrund von Mangelerscheinungen können Tiere unter psychischen Problemen leiden. Diese könne aber rasch ausgeglichen werden.
Prinzipiell muss darauf geachtet werden, dass die zugeführten Nährstoffe immer in Balance bleiben. Zu wenig Raufutter, zu hohe Getreidemengen oder zu hohe Eiweißzulagen können zu nervlichen Problemen bei Pferden führen.
Ist die zugeführte Getreidemenge zu hoch kommt es zu einer erhöhten Cortisol-Ausschüttung ins Blut, was wiederum zu Nervenschädigungen und Störungen der Stimmung und des Gedächtnis hervorrufen kann.
Eine zu hohe Menge an Eiweiß, die im Dünndarm nicht resorbiert werden kann, wird im Dickdarm durch Bakterien umgesetzt und es entstehen biogene Amine, die Verwandtschaft mit bewusstseinsverändernden Drogen haben. Pferde zeigen dadurch oft ein sonderbares Verhalten.
Aflatoxine, die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze, gelten als Nervengift. Sie sind leider oft in schlechtem Heu oder bei Getreide zu finden. Füttert man den Pferden jedoch zu geringe Mengen an Heu, so übersäuern sie, was langfristig zu Missmutigkeit und Reizbarkeit führt.
Mängel bei den Spurenelementen Zink, Mangan oder Chrom können zu einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels führen, die das Nervenkostüm und die Leistungsfähigkeit belasten.
Besonders Pferde im Leistungssport haben einen erhöhten Bedarf an Vitamine der B-Gruppe. Wichtig sind die Nerven stabilisierenden Vitamine B1 und B6. Diese bilden sich aber nur bei einem gesunden Darm und einer ausgeglichenen Darmflora. Hier ist das richtige Verhältnis zwischen Raufutter und Kraftfutter wichtig.
Durch einen Mangel von Vitamin B12 kann es zu einem gestörten Aufbau der Nervenzellmembran und damit zu Nervenfunktionsstörungen und Verwirrtheitszuständen kommen. Für die körpereigene Produktion von Vitamin B12 ist aber das Spurenelement Kobalt notwendig. Ein Mangel kann die Bildung dieses Vitamins blockieren.
Werden dem Pferd langfristig zu viele Kohlenhydrate gefüttert, werden die Vitamin B1-Reserven angegriffen. Ein Mangel führt aber zu Desorientiertheit, Verwirrtheit und Bewusstseinstrübung. Vitamin B1 ist vor allem in Reiskleie vorhanden.
Ein Mangel an Mangan behindert die Umsetzung von Vitamin B1. Viele Kräuter sind manganreich. Daher soll auf eine gute Heuqualität mit ausreichend Kräutern geachtet werden. Ein Mangel an Mangan kann nämlich indirekt zu einer verminderten Stressresistenz führen.
Vitamin B6 wird zur Umwandlung von Tryptophan in Serotonin, das Nervenhormon oder auch Glückshormon, benötigt.
Magnesium ist einerseits wichtig für den Muskelstoffwechsel. Andererseits merkt man einen Mangel aber auch am Verhalten des Tiers. Pferde neigen zu Angst und Nervosität. Besonders Stresssituationen bei jungen Pferden können zu einem rapiden Abbau von Magnesium führen. Natürliche Magnesiumquellen sind Leinsamen, Bierhefe oder Weizenkleie.
Auch Makor von St. Hippolyt enthält hochbioverfügbares Magnesium, Vitamin E und ausgesuchte Kräuter um diese Mangelerscheinung auszugleichen.
Im Auge des Pferdes wird sehr viel Zink lokalisiert. Bei einem Zinkmangel kann es zu visuellen Fehleinschätzungen und damit verbundenen Angstzuständen kommen. Zink ist in natürlichen Nahrungsmitteln kaum zu finden. Um einen Zinkmangel auszugleichen muss man daher zu entsprechenden Ergänzungsfuttermittel greifen.
Um Pferde zu beruhigen bieten sich prinzipiell am besten Kräuter an. Kräuter sind für Pferde das beste und natürlichste Nervenfutter. Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel und Johanniskraut haben eine nachweislich nervenberuhigende Wirkung.
Anti-Stress Kräuterpellets von St. Hippolyt ist eine bewährte Kräuterzubereitung mit Baldrian und Magnesium. Es erhöht die psychische Belastbarkeit des Pferdes in Stress-Situationen.

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- für ein besseres Wohlbefinden antriebsloser, verspannter oder wetterfühliger Pferde
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